Leimen/Heidelberg: Prozess um versuchten Mord beginnt

Vor dem Heidelberger Landgericht muss sich ein Einbrecher verantworten, weil er versucht haben soll, eine behinderte 67-jährige Bewohnerin zu ermorden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er im Oktober 2014 durch die geöffnete Terrassentür in eine Souterrainwohnung in Leimen eingebrochen ist. Von der Anwesenheit der 67-jährigen Wohnungsinhaberin ließ sich der 48-Jährige Bosnier nicht beirren. Er soll davon ausgegangen sein, dass die gehbehinderte Dame keinen Widerstand leistet. Als er ihren Geldbeutel ergriff, fing die Frau offenbar laut zu schreien an. Daraufhin schlug und trat der Mann dem Opfer mehrfach kräftig gegen den Kopf und den Oberkörper. Eine Nachbarin störte den Mann. Der Einbrecher flüchtete mitsamt dem Geldbeutel, so die Anklage. Die stark blutende Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Eine DNA-Analyse führte die Polizei im Sommer 2015 auf die Spur des Tatverdächtigen. Das Urteil soll am 21. Juli verkündet werden. (asc)