1899: „Das ist kein Bundesliga-Niveau“

So grau wie der herbstliche Sonntag ist auch die Stimmung bei der TSG Hoffenheim nach der 2:4-Niederlage in der Volkswagen Arena zu Wolfsburg. Die Kraichgauer stecken weiterhin tief im Keller der Fußball-Bundesliga: Sechs Punkte nach neun Spielen sind eine klägliche Ausbeute für ein derart ambitioniertes Team.

Am deutlichsten brachte Mittelfeldspieler Eugen Polanski danach den großen Hoffenheimer Frust zum Ausdruck. „Wir müssen uns zusammensetzen und uns wahrscheinlich auf die Fresse hauen“, schimpfte er in einem „Sky“-Interview. „Wir gehen mit 0:2 in ein Auswärtsspiel, das darf nicht wahr sein. Das ist kein Bundesliga-Niveau.“

Bereits nach sieben Minuten lagen die Gäste derart deutlich hinten. Max Kruse zum ersten (1.) und Bas Dost (7.) hatten für den VfL getroffen. Die Mannschaft von Markus Gisdol kam durch Jeremy Toljan (30.) und Jonathan Schmid (54.) zwar noch einmal zum Ausgleich. Aber schon bald darauf stand es nach zwei weiteren Kruse-Treffern (62./83.) wieder 2:4. „Wir machen es Wolfsburg viel zu leicht“, haderte Torwart Oliver Baumann nach dem Spiel.

Bereits am Freitagabend kommt der Hamburger SV in die Rhein-Neckar-Arena. Dann stehen die Hoffenheimer unter Druck. „Wir hinken dem schwachen Saisonstart hinterher und sollten dringend punkten“, sagte auch Trainer Gisdol nach dem Spiel in Wolfsburg. „Das haben wir heute nicht geschafft. In unserer Situation ist das Ergebnis deshalb schwierig.“ Der Grund für den völlig missglückten Saisonstart liegt für Polanski auf der Hand: „Wir verteidigen als Mannschaft einfach schlecht.“ Fünf Niederlagen und 18 Gegentore in den ersten neun Spielen sind Beleg genug. Nur Torwart Baumann mahnte zur Geduld: „Wir dürfen jetzt nicht verrückt werden. Es ist immer noch die Hinrunde“, sagte er. (dpa/wg)