1899: Ein Modeste ist zu wenig

Wolfsburg. Gut gespielt, aber keine Punkte: Mit 1:2 unterlag die TSG Hoffenheim beim VfL Wolfsburg und grämt sich vor allem wegen einem: Wolfsburgs Stürmer Ivica Olic, der beide Tore für die Gastgeber erzielte.

Dabei hatte alles prima begonnen: Anthony Modeste brachte die Kraichgauer in der 15. Minute in Führung.  Eine halbe Stunde hielt dieser Vorsprung, da Hoffenheim clever agierte – bis Olic kam. Und erst mit einer satten linken Klebe (44.) und dann mit einem  Lupfer (48.) das Spiel drehte.

Wolfsburg trat ohne seinen erneut gesperrten Star (und Ex-Hoffenheimer)  Luiz Gustavo an, für ihn lief Jan Polak auf. Bei den Hoffenheimern kehrte Firmino zurück. Doch auch der Brasilianer konnte kaum Ausrufezeichen setzen. Den Hoffenheimer Führungstreffer ermöglichte ein Fehler der „Wölfe“:  Koo Ja-Cheol köpfte den Ball in den Lauf von Modeste, der Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio umkurvte und den Ball ins leere Tor beförderte.

14 Minuten später hätte Modeste einen draufsetzen können, doch der Franzose wurde in höchster Not von Naldo gestoppt. Wolfsbug in diese Phase weitestgehend unauffällig – trotzdem und plötzlich der Ausgleich durch Olic: Ein Tor aus dem Nichts.

Und ein Tor,  das die Autostadt-Kicker auf Drehzahlen brachte: Erneut Olic nutzte die Verunsicherung der Gäste, als er drei Minuten nach der Pause zum 2:0 traf. Jetzt waren die Gäste ratlos-  Wolfsburg ließ den Ball  geschickt laufen, eine Dominanz, an der sich bis zum Schlusspfiff nichts mehr änderte.

Hoffenheim hatte in Rechtsverteidiger Andreas Beck und Abwehrspieler Jannik Vestergaard seine besten Spieler. Für die Kraichgauer war es die zweite Niederlage der Saison, in der Tabelle rutscht die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol von Platz 7 auf 10. (wg)