1899: Wieder spätes Gegentor – 1:1 in Istanbul – Weiterkommen in der Europa League fraglich

Mit einem Gegentor in der Nachspielzeit hat Neuling 1899 Hoffenheim bitteres Lehrgeld in der Europa League bezahlt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann kam am Donnerstagabend trotz eines Treffers von Florian Grillitsch in der 47. Minute nur zu einem 1:1 (0:0) beim türkischen Vizemeister Basaksehir und muss um das Weiterkommen bangen. Edin Visca traf in der 93. Minute und verschlechterte die Tabellensituation des ersatzgeschwächten Tabellensiebte der Fußball-Bundesliga massiv. Nagelsmann versuchte, den Rückschlag mit Fassung zu tragen: „Der Ausgleich geht in Ordnung, ist verdient.“ Dennoch trauerte der 30-Jährige der starken Viertelstunde nach der Pause nach. Da hätte
sein Team das zweite oder dritte Tor nachlegen können. „Wir haben nicht die Power gehabt, am Ende gut zu verteidigen. Der Druck war groß“, sagte er.

Hoffenheim ist nun in den letzten Gruppenspielen bei Sporting Barga (23. November) und gegen Ludogorez Rasgrad (7. Dezember) gefordert. Nachdem sich diese beiden Teams 1:1 trennten, liegt die TSG drei Punkte hinter Braga. Bereits zum achten Mal in dieser Saison konnte die Mannschaft einen 1:0-Vorsprung nicht in einen Sieg umwandeln. Vor 4000 Zuschauern im Fatih-Terim-Stadion verpassten die Kraichgauer zwei Wochen nach dem 3:1 zuhause in dem ruppigen Rückspiel gegen den Lieblingsclub von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den so dringend benötigten zweiten Erfolg. Nach zuletzt sieben Pflichtspielen mit nur dem einen Sieg gegen Istanbul verlor die TSG zudem nach nicht einmal einer halben Stunde Kapitän Kevin Vogt, der verletzt vom Platz musste. (dpa/wg)