Adler: Auch in Hamburg siegreich

Die Adler Mannheim ziehen an der Spitze der Deutschen Eishockey Liga weiter einsam ihre Kreise. Der Tabellenführer besiegte im DEL-Spitzenspiel die Hamburg Freezers mit 3:2 und hat nun 15 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus der Hansestadt. Durch diesen Sieg bleiben die Adler auch im elften Auswärtsspiel in Folge ungeschlagen.

Headcoach Geoff Ward und seine beiden Assistenten Jay Leach und Craig Woodcroft mussten im zweiten Spiel des Jahres auf die gesperrten Angreifer Marcus Kink und Matthias Plachta verzichten. Im Gegenzug feierte Adler-Neuzugang Kurtis Foster sein Debüt im Dress der Blau-Weiß-Roten und zeigte gleich in seinem ersten Spiel eine ansprechende Leistung. Adler-Goalie Dennis Endras stand gegen den Tabellenzweiten der DEL zwischen den Pfosten und bekam gleich in den Anfangsminuten alle Hände voll zu tun. Julian Jakobsen verpasste bereits in der ersten Spielminute die Führung der Gastgeber, als sein Schuss das Tor um Zentimeter verfehlte. Nur wenige Sekunden später hatte Nicolas Krämmer den ersten Hamburger Treffer auf dem Schläger, aber Dennis Endras parierte glänzend. Sein Gegenüber Sébastien Caron durfte sich kurz darauf ebenfalls auszeichnen. Bei den Schüssen von Nikolai Goc und Steve Wagner (beide 2.) war Keeper der Hamburger allerdings zur Stelle.

In der Folge bekamen die 12.800 Zuschauer in der restlos ausverkauften o2 World Hamburg ein hochklassiges Eishockeyspiel geboten, beide Mannschaften betrieben großen Aufwand und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor des Gegners. Bedingt durch einige Überzahlsituationen erspielten sich die Hausherren im ersten Drittel ein optisches Übergewicht, aber die Adler standen in der eigenen Zone sehr kompakt und ließen mit einem Mann weniger auf dem Eis nichts anbrennen. Andrew Joudrey hatte in der fünften Spielminute in Unterzahl sogar eine hochkarätige Chance zur Führung, aber die Scheibe fand nicht den Weg ins Hamburger Gehäuse. Sowohl die Freezers als auch die Adler hätten im ersten Abschnitt durchaus ein Tor verdient gehabt, doch die Torhüter Dennis Endras und Sébastien Caron hielten ihren Kasten sauber.

In Durchgang zwei legten beide Teams noch einen Gang zu, das Spiel fand durchgehend auf einem sehr hohen Niveau statt. Thomas Oppenheimer scheiterte mit der ersten Gelegenheit nach dem Seitenwechsel an Endras (21.), im direkten Gegenzug fand Jochen Hecht in Caron seinen Meister (22.). Zwischen der 25. und 30. Minute hatten die Adler und die Freezers nach sehenswerten Kombinationen gute Einschussmöglichkeiten, die die Torhüter jedoch immer wieder vereiteln konnten. Kurz nach der Hälfte der Partie waren es die Hamburger, die in Überzahl das erste Mal jubeln durften. Den Schuss von Thomas Oppenheimer von der blauen Linie konnte Endras noch abwehren, gegen den Nachschuss von Morten Madsen war der Adler-Goalie allerdings machtlos – 1:0 (32.).

Nur eine Zeigeumdrehung später ergab sich für die Adler in doppelter Überzahl die Chance zum Ausgleich, doch das Powerplay brachte nicht den erhofften Erfolg. Erst drei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels wurden die Adler erstmals für ihre kampfstarke Vorstellung belohnt. Christoph Ullmann erkämpfte sich die Scheibe in der Angriffszone und bediente den völlig freistehenden Jochen Hecht, der die Hartgummischeibe an Caron vorbei ins Tor beförderte.

Im Schlussabschnitt stand die Partie auf Messers Schneide. Pech hatten die Hamburger kurz nach Wiederbeginn, als der Puck nach einem Schuss von Jakobsen in letzter Sekunde von der Linie gekratzt wurde. Mehr Fortune besaßen hingegen die Adler. In Unterzahl brachte Frank Mauer seine Farben in Front und das 2:1 wurde von den rund 600 mitgereisten Adler-Fans wild umjubelt. Aber es sollte für das Team von Headcoach Geoff Ward noch besser kommen: Bei numerischer Überlegenheit fanden die Adler im gegnerischen Drittel schnell ihre Formation, die Scheibe lief gut und Verteidiger Sinan Akdag erzielte in der 56. Spielminute das 3:1. Doch die Freude über den dritten Treffer währte nicht lange. Nur 16 Sekunden später traf Kevin Clark zum 2:3-Anschlusstreffer und sorgte somit für eine spannende und nervenaufreibende Schlussphase. Mit großem Einsatz verhinderten die Adler den Ausgleich und sicherten sich den zweiten Sieg im neuen Jahr. (adler mannheim/wg)