Adler: Flügel gegen Red Bull München

Mannheim. Vor 9.084 Fans in der SAP Arena spielten die Adler gegen den EHC Red Bull München eine nahezu fehlerfreie Partie und gewannen auch in der Höhe verdient mit 9:0 (3:0,2:0,4:0). Marcus Kink eröffnete den Torreigen im ersten Drittel, Christoph Ullmann, Jon Rheault, Frank Mauer, Ronny Arendt, Matthias Plachta, nochmal Marcus Kink und Ronny Arendt sowie Yanick Lehoux waren die weiteren Torschützen. Felix Brückmann feierte seinen dritten Shut-Out in Folge in der SAP Arena.

Die Adler begannen die Partie gegen die hochgehandelten Münchner von der ersten Minute an hochkonzentriert und dominierten das Spiel weitestgehend. Zwar hatten die Gäste nach wenigen Sekunden die erste gute Torgelegenheit durch DiSalvatore, doch Felix Brückmann war zur Stelle und entschärfte diese Situation. Danach allerdings war vom EHC nicht mehr viel zu sehen, die Adler bestimmten die Szenerie in allen drei Dritteln des Spielfeldes und stürzten die Mannen von Pierre Pagé von einer Verlegenheit in die nächste. In der achten Minute zeigte sich diese Überlegenheit dann auch auf der Anzeigentafel, denn Marcus Kink eröffnete den Torreigen. Einen Schuss von Niki Goc konnte der Kapitän für Münchens Goalie Jochen Reimer unhaltbar abfälschen. Nur kurz darauf schlug die Scheibe zum zweiten Mal im Münchner Tor ein. Die erste Strafe im Spiel gegen München nutzten die Adler nach nur acht Sekunden zum 2:0. Ullmann gewann das Bully zurück zu Jaime Sifers an die blaue Linie, dieser zog ab und Ullmann, der derweil in Position gefahren war, fälschte unhaltbar für Reimer ab. Das 3:0 in der 15. Minute besorgte dann Jon Rheault, der einen Alleingang eiskalt per Rückhand nutzte und so für eine komfortable Führung zur ersten Pause sorgte.

Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild. Die Adler dominierten das Geschehen auf dem Eis, ließen sich mit dem Toreschießen dann aber etwas länger Zeit. Erst in der vorletzten und letzten Minute des zweiten Drittels schraubten Frank Mauer und Ronny Arendt das Ergebnis auf 5:0. Der Frust der Gäste über diesen deutlichen Rückstand entlud sich dann gleich zu Beginn des Schlussabschnitts, als es zu einem ordentlichen Faustkampf zwischen Felix Petermann und Jon Rheault kam, der allerdings Unentschieden endete. Beide erhielten jeweils zwei plus zwei plus zehn Strafminuten. Doch auch diese Tumulte brachten die Adler nicht aus dem Konzept, sie bestürmten weiter das Tor der Gäste und legten durch Matthias Plachta zum 6:0 nach. Ronny Arendt erhöhte später gar noch auf 7:0.

Leider konnten die Gäste nicht mehr sportlich mit dieser Niederlage umgehen und ließen ihren Frust in Person von O’Connor an Adler-Goalie Felix Brückmann aus, den er über den Haufen fuhr und im Anschluss seine Fäuste fliegen ließ. Seine Fünfminutenstrafe und der Spielausschluss wurden durch die Adler sportlich bestraft. In Überzahl erzielte Marcus Kink mit seinem zweiten Treffer das 8:0. Das 9:0 folgte wenig später bei doppelter Überzahl durch Yanick Lehoux. (Adler Mannheim)