Adler: Fünfter Sieg in Folge

Die 4380 Zuschauer im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion sahen eine intensive Anfangsphase, die hohen Unterhaltungswert bot. Beide Teams starteten mit viel Schwung und Elan in die Partie, echte Torchancen ließen aber zunächst noch auf sich warten. Bis zur fünften Spielminute, in der sich die Ereignisse überschlugen. Erst wanderte Panther-Stürmer Mark Mancari für zwei Minuten auf die Sünderbank, kurz darauf folgte ihm Aleksander Polaczek.

Das effektivste Überzahlspiel der Liga ließ sich diese Chance nicht entgehen: Erst traf Brandon Yip nach schöner Vorarbeit von Kai Hospelt zum 1:0 (5.), nur 91 Sekunden später markierte Christoph Ullmann den zweiten Mannheimer Treffer im Powerplay (7.). Die 2:0-Führung gab den Adlern sichtlich Rückenwind. Im Spiel nach vorne blieben die Blau-Weiß-Roten gefährlich, in der Defensive ließen sie wenig anbrennen.

Die Augsburger entfachten auch zu Beginn des zweiten Abschnitts zu wenig Druck, weil es in den entscheidenden Situationen an der nötigen Cleverness haperte. Ganz anders die Adler, die durch Ullmann und Yip die nächsten Möglichkeiten zu verzeichnen hatten. Das Duell zwischen Panthern und Adlern wurde zunehmend hitziger, Marcus Kink musste kurz nach der Hälfte des Spiels wegen eines Checks gegen den Kopf von Daniel Weiß vorzeitig unter die Dusche.

Seine Teamkollegen auf dem Eis verteidigten in der fünfminütigen Unterzahl aufopferungsvoll, Augsburg brachte kaum etwas zustande, und wenn mal ein Schuss auf den Kasten von Dennis Endras kam, bewies der Mannheimer Keeper seine Klasse. Eine Sekunde vor Ablauf der großen Strafe glückte den Adlern sogar ein Shorthander: Einen schön vorgetragenen Konter über Andrew Joudrey und Ryan MacMurchy vollendete Danny Richmond zum 3:0 (37.).

Im Schlussdrittel blieb ein Aufbäumen der Hausherren aus. Stattdessen machten die Adler mehr Druck und drängten auf ihren ersten Treffer im Fünf gegen Fünf. Jon Rheault (42.) und Kai Hospelt (46.) hatten den zwar auf dem Schläger, scheiterten aber an Jeff Deslauriers im Panthers-Kasten. In Gefahr geriet der fünfte Mannheimer Sieg in Serie aber nicht mehr.

Auch als Sinan Akdag rund zwei Minuten vor dem Ende auf die Strafbank musste und Deslauriers für einen sechsten Feldspieler weichen musste, bewiesen die Mannheimer einmal mehr, warum sie das derzeit stärkste Unterzahlspiel der Liga haben. Dennis Endras war von den Augsburgern auch in der Schlussphase nicht zu überwinden und feierte gegen die treffsicherste Offensive der Liga seinen dritten Shutout in dieser Spielzeit. (Adler Mannheim)