Adler Mannheim: Knapp, aber gewonnen

Mit dem knappsten aller Ergbnisse gerade noch gewonnen:  Martin Buchwieser erzielte gegen Straubing im Penaltyschießen den 1:0-Siegtreffer für die Adler. 65 Minuten lang wollte der Puck nicht über die Linie, 51 Torschüsse der Adler blieben erfolglos. Erst im Penaltyschiessen holten sich die Adler verdient den Sieg gegen die Straubing Tigers.

Ohne die drei verletzten Stürmer Ken Magowan, Jochen Hecht und Christoph Ullmann, dafür mit dem wieder einsatzbereiten Florian Kettemer sowie Förderlizenzspieler Alexander Ackermann agierten die Adler wie schon in den letzten Spielen aus einer sicheren, stabilen Defensive gegen den Tabellenzwölften. Die Hausherren brannten kein Offensivfeuerwerk ab, hatten jedoch schon in den ersten zwei Dritteln eine Vielzahl von hochkarätigen Torchancen, während Mannheims Torhüter Dennis Endras in den ersten 40 Minuten nur eine Glanzparade zeigen musste. Beim Schuss von Straubings Topscorer Blaine Down (30. Minute) war der Nationaltorhüter jedoch mit der Fanghand zur Stelle.

Auf der anderen Seite musste Tigers-Goalie Jason Bacashihua gleich in der ersten Minute gegen Matthias Plachta seine ganze Klasse zeigen, blieb aber auch in der Folgezeit gegen Ackermann (5.) und Arendt (10., Unterzahl) Sieger. Bis auf Plachtas Versuch waren die Schüsse der Adler im ersten Abschnitt in die Kategorie „haltbar“ abzulegen, doch nach der ersten Pause brannte es einige Male lichterloh vor dem Tor der Gäste. Ronny Arendt (21.), Frank Mauer und Martin Buchwieser (beide 27., Überzahl) hatten das 1:0 vor Augen, scheiterten aber allesamt am Torhüter oder dem fehlenden Quentchen Glück. Beim 3:1-Konter in der 30. Minute fehlte die letzte Konsequenz, eine Minute später verhinderte der Pfosten bei Kai Hospelts Schuss das überfällige erste Tor und kurz vor der zweiten Pause stocherte Jon Rheault am Torraum, aber die Scheibe wollte irgendwie nicht über die Linie.

Das dritte Drittel begann mit einem Lattentreffer der Tigers (42.), doch dann zeigten beide Teams minutenlang nur Mittelzoneneishockey. Beide Seiten machten die eigene Defensive dicht und gönnten dem Gegner kein Durchkommen. Bei den beiden aufeinanderfolgenden Überzahlspielen der Adler ab der 53. Minute machten die Hausherren jedoch richtig Druck auf den Kasten der Niederbayern. Doch das Tor der Gäste schien wie vernagelt, der Puck wollte einfach nicht über die Linie.

Es blieb beim 0:0 nach 60 Minuten, auch in der Verlängerung fiel kein Tor. Im Penaltyschießen trafen Kai Hospelt für die Adler, Carsen Germyn für Straubing, bevor Martin Buchwieser den entscheidenden Versuch zugunsten der Adler im Tor versenkte. (adler mannheim / wg)