Adler Mannheim: Sieg in Wolfsburg

Nach dem 2:0-Erfolg in Düsseldorf vor zwei Tagen konnten die Adler auch in Wolfsburg gewinnen und so mit sechs Punkten die Heimreise von der dreitägigen Auswärtstour mit nach Mannheim bringen. Mit 5:3 (1:0,3:1,1:2) setzten sich die Mannen von Headcoach Hans Zach in der VW-Stadt durch und revanchierten sich erfolgreich für die bittere Heimniederlage am 30. Dezember in der SAP Arena. In der Tabelle kletterten die Adler dank des Sieges auf den vierten Platz und überholten Wolfsburg.
Das Spiel bei den Grizzly Adams mussten die Adler ohne Jochen Hecht angehen, da sich dieser in Düsseldorf nach einem Check gegen den Kopf nicht einsatzfähig zeigte. Wie schwer die Verletzung ist, müssen weitere Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen. Da mit Florian Kettemer und auch Ken Magowan zwei weitere Spieler verletzungsbedingt fehlten, sah sich Hans Zach gezwungen, Verteidiger Dominik Bittner in den Sturm zu beordern, um so mit vier Sturmreihen agieren zu können. Während Ronny Arendt in die Reihe zu Jon Rheault und Frank Mauer rückte, ergänzte Bittner die Formation um Marc El-Sayed und Mirko Höfflin.

Das Spiel begann denn auch gleich mit einem Ausrufezeichen der Adler. Kai Hospelt traf in der ersten Minute die Querlatte des von Daniar Dshunussow gehüteten Wolfsburger Tores. Im weiteren Verlauf der ersten zehn Minuten des ersten Drittels standen beide Teams in der Defensive sicher, ließen nicht viele Chancen zu. Zwei Strafen für die Adler in der 12. und 17. Minute brachten den Hausherren zwar eine optische Überlegenheit und mehr Scheibenbesitz, aber die Adler standen sicher und konnten den Rückstand verhindern. Und als sich schon alle auf ein torloses Eröffnungsdrittel eingestellt hatten, war es Kai Hospelt, der einen feinen Pass von Frank Mauer zum 1:0 verwerten konnte – 20. Minute.

Auch im Mittelabschnitt gab es erneut nur Strafen gegen die Adler. Während die erste gegen Kink noch schadlos verlief, nutzte Wolfsburg im vierten Anlauf dann die numerische Überlegenheit. Tyler Haskins traf per Rückhand. Nachdem Dennis Endras Furchners Schuss noch entschärfen konnte, war er gegen Haskins dann machtlos. Doch die Adler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und schlugen nur gut zwei Minuten später zurück und das gleich per Doppelpack. Erst traf Mirko Höfflin nach einer hervorragenden Vorarbeit von Marcus Kink zum 2:1 und 21 Sekunden später – immer noch die gleich Reihe auf dem Eis – war es Steve Wagner, der einfach mal von der blauen Linie abzog und durchs Gewühl vor dem Wolfsburger Tor hindurch zum 3:1 traf. Die Adler in der Folge mit sehr viel Selbstbewusstsein und Disziplin, konnten sich die Wolfsburger weitestgehend vom Leib halten. Und als wieder alle das Drittelende schon vor Augen hatten, schlugen die Adler wieder zu. Dieses Mal war es Simon Gamache, der mit einem platzierten Schuss in den Winkel auf 4:1 erhöhen konnte.

Der Auftakt ins letzte Drittel gelang den Grizzlys besser – gerade mal 55 Sekunden waren gespielt, als Armin Wurm zum 2:4 traf. Doch die Adler am heutigen Tag einfach die souveränere Mannschaft, ließ sich auch durch dieses Gegentor nicht aus der Ruhe bringen und stellte wenige Minuten später den alten Abstand wieder her. Einen Fischer-Schuss konnte Dshunussow nicht festhalten, Ronny Arendt reagierte am schnellsten und erhöhte auf 5:2. Wolfsburgs erneuter Anschlusstreffer in der 46. Minute durch Brett Palin war zu wenig, um die zweikampfstarken und geordnet auftretenden Adler in der Folge weiter in Bedrängnis zu bringen. Auch die Herausnahme des Goalies kurz vor Ende der Partie brachte keine Wende mehr. Die Adler sichern sich drei wichtige Punkte und erwarten nun am Sonntag um 14.30 Uhr in der SAP Arena die Straubing Tigers. (adler mannheim)