Bad Dürkheim: Streit um NS-Kunst beschäftigt Justiz

Der Streit um die in Bad Dürkheim entdeckte NS-Kunst beschäftigt inzwischen die Justiz. Das Verwaltungsgericht Berlin bestätigte am Dienstag einen Bericht der Zeitung „Die Rheinpfalz“, wonach der Mann, in dessen Lagerhalle die Stücke entdeckt worden waren, Klage eingereicht hat. Sie wende sich gegen den Bescheid des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene
Vermögensfragen, das die beschlagnahmten Werke der Bundesrepublik zugeordnet hatte. Der Bescheid war „unbeschadet der Rechte Dritter“ ergangen. Wenn jemand also sein Eigentum an den Kunstwerken nachweisen könne, ginge er ins Leere, so das Gericht. Die Begründung der Klage liege aber noch nicht vor. Im Mai waren nach einer Razzia wegen des Verdachts der Hehlerei an rechtswidrig erlangtem Bundesvermögen mehrere NS-Werke in der Lagerhalle beschlagnahmt worden, die von dem Kläger angemietet worden war. Dazu gehörten auch zwei Bronze-Pferde von Josef Thorak.  Schon bald zeichnete sich ein Streit um die Besitzrechte ab. Während der Bund Hinweise dafür sah, dass die Stücke ihm gehören, ließ der Mieter der Halle erklären, er habe sie vor mehr als 25 Jahren rechtmäßig von der russischen Armee und den früheren Herstellern gekauft. Sein Anwalt war zunächst nicht zu erreichen. dpa/feh