Bensheim/Darmstadt: Lehrer soll 100 000 Euro veruntreut haben

Ein Lehrer aus Bensheim soll mehr als 100 000 Euro aus der Kasse einer Schule genommen haben – und das Geld für eigene Zwecke verwendet haben. Nun muss er sich erneut vor Gericht verantworten. Am (morgigen) Montag (11.00 Uhr) startet das Berufungsverfahren gegen den 52-Jährigen vor dem Darmstädter Landgericht – es geht um den Vorwurf der gewerbsmäßigen Untreue. Der Pädagoge soll das Geld zwischen Mai 2011 und Mai 2014 aus der Kasse an seiner früheren Schule in Bensheim abgegriffen haben, dort war er für die Budgetverwaltung des Ganztagsangebotes zuständig. Mit 231 Überweisungen soll das Geld nach und nach vom Konto der Schule auf seine privaten Konten transferiert worden sein. Das Amtsgericht Bensheim hatte ihn im Januar zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, wogegen der Mann Berufung einlegte. Während des erstinstanzlichen Verfahrens in Bensheim hatte der Oberstudiendirektor im Vorruhestand eingeräumt, dass ihm seine finanziellen Belastungen über den Kopf gewachsen waren. Nachdem im Winter 2014 in der Schule aufgefallen war, dass Geld fehlte, hatte
sich der 52-Jährige selbst beim Schulamt und der Polizei angezeigt. (mho/dpa)