Berlin/Germersheim: Prozess um Tod eines Südpfälzers

Mehr als 13 Jahre nach dem Mord an einem Rentner aus Germersheim hat der Prozess gegen einen 32-jährigen Berliner begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, mit einem bislang unbekannt gebliebenen Komplizen das 80-jährige Opfer erschlagen und ausgeraubt zu haben. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte verweigerte zu Beginn der Verhandlung die Aussage. In einer früheren Vernehmung soll er die Vorwürfe bestritten haben.
Die Leiche des älteren Mannes aus Germersheim war am Morgen des 1.August 2000 in der Kurfürstenstraße in Berlin-Tiergarten entdeckt worden. Ermittlungen zufolge starb der Mann nach mehreren wuchtigen Faustschlägen gegen seinen Kopf. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die mutmaßlichen Täter und das Opfer nicht kannten. Als Motiv wird Habgier angenommen.
Auf den Angeklagten kamen die Ermittler durch DNA-Spuren, die an der Leiche und Gegenständen am Tatort gesichert worden waren. Der Mord-Verdächtige wurde bereits mehrfach wegen Gewalttaten verurteilt. Zuletzt verbüßte er eine Haftstrafe wegen räuberischen Diebstahls. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.(dpa/lrs)