Brandstiftung in Lampertheim: Spurensuche geht weiter

Nach der Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft im südhessischen Lampertheim geht die Spurensuche weiter. Das gesamte Areal sei mehr als 1000 Quadratmeter groß, sagte eine Polizeisprecherin in Darmstadt. Das Motiv der Täter, die in einer Immobilienfirma in dem Gebäudekomplex Feuer gelegt hatten, sei noch unklar. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat gab es zunächst nicht. Die Unbekannten waren am Sonntagabend in das rund 100 Quadratmeter große Büro in einem Anbau eingebrochen. Sie zerstörten Inventar, tranken Weinflaschen leer und legten an mehreren Stellen in dem
Großraumbüro Feuer. Ein weiterer Brandherd wurde im Treppenhaus entdeckt. „Das allgemein als Flüchtlingsunterkunft bekannte Gebäude ist bis dato nicht negativ in Erscheinung getreten“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.
Alle 49 Bewohner blieben unverletzt. Sie wurden in einer anderen Unterkunft in Viernheim untergebracht. Passanten hatten den Rauch bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Löscharbeiten dauerten rund eine Stunde. Das Haus war zunächst
unbewohnbar, die Höhe des Sachschadens unklar. dpa/feh