Bruchsal: Diebstahlserie in Baden und der Pfalz geklärt

Die Einbrecher kamen immer durchs Dach: Eine Serie von mindestens neun seit Anfang Juli verübten  Einbrüchen in Drogerie- und Bekleidungsmärkte im gesamten  süddeutschen Raum mit einem Schaden von rund 100.000 Euro geht nach den Ermittlungen des Kriminalkommissariats Bruchsal auf das Konto einer rumänischen Einbrechergruppe.
Gegen zwei am vergangenen Freitag auf einem Campingplatz südlich von Ludwigshafen  festgenommene Verdächtige im Alter von 31 und 38 Jahren erging Haftbefehl.
Bei der Festnahme wurde derart umfangreiches Diebesgut  sichergestellt, dass ein Mannschaftswagen der Polizei für den Abtransport erforderlich war. Die Bruchsaler Kriminalpolizei prüft, ob den Beschuldigten noch weitere Taten angelastet werden müssen. Außerdem gilt es, weitere Verdächtige als Mittäter zu überführen und die Hehler der Gruppe zu ermitteln.
Die Ermittlungen begannen Ende Juli nach einem Einbruch in Bad  Schönborn-Langenbrücken. Dort waren die Täter zur Nachtzeit über das Dach in die Verkaufsräume eines Drogeriemarkts gelangt, wo sie hochwertige Parfüms und Drogerieartikel im Wert von über 15.000 Euro an sich brachten. Schon bald ergaben sich auffällige Parallelen zu Drogerie-Einbrüchen im fränkischen Herrieden sowie in Hockenheim, Sinzig, Eppelheim und im pfälzischen Berg. Dann verübten die mutmaßlichen Täter weitere Einbrüche in Bürstadt und Bad Dürkheim, wo sie gleichfalls über die Dächer in Geschäftsräume einstiegen und hochwertige Bekleidung an sich brachten. Nach einer in der Nacht zum vergangenen Freitag im saarländischen Sankt Ingbert verübten Einbruch in einen Bekleidungsmarkt schnappte die Falle schließlich zu.  Zwei bei der Aktion ebenfalls festgenommene Rumänen kamen nach Abschluss der erforderlichen Feststellungen wieder auf freien Fuß.
Die Inhaftierten, die sich wegen schweren Bandendiebstahls sowie wiederholten besonders schweren Fällen des Diebstahls verantworten
müssen, haben sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht geäußert.(pol/mf)