Cochem: Heidelberger Atomwaffengegner erneut vor Gericht

Vor dem Amtsgericht Cochem hat am Montag der Prozess gegen einen Atomwaffengegner aus Heidelberg begonnen. Ihm wird vorgeworfen, Schriften verbreitet zu haben, die zu Straftaten aufrufen. Laut einer Gerichtssprecherin soll der Mann versucht haben, Bundeswehrsoldaten am Fliegerhorst Büchel in der Eifel dazu anzustiften, Befehle und Anweisungen zu verweigern. Außerdem habe er die Beschäftigten aufgefordert, die Öffentlichkeit über möglicherweise dort stationierte Atomwaffen zu informieren. Der Angeklagte habe die Flugblätter im vergangenen Jahr am Koblenzer Hauptbahnhof verteilt und an die Verwaltung der Verbandsgemeinde Ulmen (Kreis Cochem-Zell) verschickt, in deren Nähe der Fliegerhorst liegt. Bereits im vergangenen September war der Mann wegen Aufrufs zum Geheimnisverrat zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt worden. (dpa/lrs)