DHB-Pokal: Löwen im Final Four, Eulen unterliegen Kiel

Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen, des THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben die Endrunde um den DHB-Pokal am 8. und 9. April
kommenden Jahres in Hamburg erreicht. Rekordmeister Kiel setzte sich am Mittwoch im Viertelfinale beim tapferen Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit 29:23 (14:14) durch (RNF übertrug die Partie live). Tabellenführer Flensburg rang vor heimischem Publikum den Bundesliga-Rivalen MT Melsungen 32:28 (17:18) nieder. Der aktuelle Meister aus Mannheim gab sich auswärts beim 32:25 (17:10) über den HBW Balingen-Weilstetten keine Blöße.

Torhüter Niklas Landin war der entscheidende Mann für Kiel in der Ludwigshafener Ebert-Halle vor 2350 Zuschauern. Nach einer miserablen ersten THW-Hälfte (Kiels Trainer Alfred Gislason: „Friesenheim war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Wir sind froh, dass wir hier gewonnen haben!“) sorgte der Däne mit seinen Paraden im zweiten Abschnitt für den nötigen Rückhalt und traf in der 41. Minute selbst zum 19:16 ins leere Tor der Gastgeber. Damit steht Kiel zum ersten Mal seit 2013 wieder im Halbfinale, während der Weg der Friesenheimer Eulen, die für ihren couragierten Auftritt mit standing ovations verabschiedet wurden vom Publikum, in diesem Pokal-Wettbewerb zu Ende ist. Die Höhepunkte des Spiels morgen nochmal in der Zusammenfassung in RNF Life und im Handball-Magazin 7Meter.

Die Rhein-Neckar Löwen ließen in Balingen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie zum insgesamt zehnten Mal das Halbfinale erreichen wollten. Schon nach elf Minuten lagen die Mannheimer mit 7:2 in Führung und brachten die Partie souverän über die Zeit. Bereits am Dienstag hatte sich der SC DHfK Leipzig durch das 28:24 (14:13) erstmals für das Finalturnier in Hamburg qualifiziert.

Die Auslosung der beiden Halbfinalbegegnungen findet am 13. Januar in der Hansestadt statt. Wie ein Sprecher des Liga-Verbands HBL mitteilte, sollen die Ticketkontingente der vier teilnehmenden Clubs von 1000 auf je 1200 Karten erhöht werden. (dpa/wg)