Eishockey: Furiose Aufholjagd der Mannheimer Adler gegen Iserlohn

Die Adler haben ihren Fans ein spannendes und schlussendlich erfolgreiches „Spiel der leuchtenden Herzen“ unter den Christbaum gelegt. Beim 5:4-Erfolg holte Mannheim einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand auf. Matthias Plachta mit einem Doppelpack, Marcel Goc, Marcus Kink und Brent Raedeke trafen für die Adler, Christopher Fischer, Matthew Halischuk, Boris Blank und Marko Friedrich für Iserlohn.

Vor ausverkauften Rängen kamen die Adler motiviert aus der Kabine. Brent Raedeke entschied sich für den Querpass auf Jamie Tardif (4. Spielminute) – ein eigener Abschluss wäre vielversprechender gewesen. Die Gäste präsentierten sich unheimlich effektiv. Im Powerplay zog Ex-Adler Christopher Fischer ab und erzielte prompt das 1:0 (7.). Marcel Goc verpasste die schnelle Antwort (9.).

Im nächsten Überzahlspiel schlugen die Roosters erneut zu, Matthew Halischuk erhöhte (11.). Die Adler waren bemüht, bissen sich an der gut stehenden Defensive der Iserlohner allerdings die Zähne aus. Im Powerplay war etwas mehr Platz, und den nutzte Matthias Plachta zum Anschlusstreffer (16.).

Pickard rettet seine Vorderleute

Der zweite Abschnitt begann im belagerungsähnlichen Zustand. Mannheim rannte an, David Wolf (25.), Chad Kolarik und Luke Adam (beide 28.) verpassten den Ausgleich denkbar knapp. Chet Pickard im Iserlohner Kasten präsentierte sich in Gala-Form. Mathieu Carle (32.), Carlo Colaiacovo (34.) und Wolf (35.) scheiterten am Torhüter.

Erst gegen Ende des Drittels wagten sich die Gäste nach vorne und versprühten sofort Gefahr. Der Schuss von Marko Friedrich klatschte an die Latte (36.), den Nachschuss von Halischuk entschärfte Endras reaktionsschnell im Fallen. Beim Abstauber von Boris Blank war aber auch Mannheims Nummer 44 chancenlos – das 3:1 (38.).

Aufholjagd im Schlussabschnitt

53 Sekunden war der Schlussabschnitt alt, da verkürzte Marcel Goc. Der Angreifer behielt im Gewühl die Übersicht und drückte die Scheibe über die Linie – nur noch 2:3. Nachdem Wolf knapp verfehlte (42.), holte Marcus Kink den Ausgleich nach, als er seinen Schläger in einen Schuss von Mathieu Carle hielt (43.). Noch größer war der Jubel auf den Rängen und dem Eis, als Brent Raedeke Mannheim erstmals in Führung schoss (49.).

Die Adler blieben dran. Tardif verpasste einen tollen Pass von Garrett Festerling nur um Millimeter am langen Pfosten (51.). Für den fünften Mannheimer Treffer bemühten die Unparteiischen den Videobeweis. Der zeigte deutlich: Nach einem Schlagschuss von Matthias Plachta im Powerplay war die Scheibe klar im Netz (55.). Marko Friedrich machte die Partie kurz vor dem Ende mit seinem Treffer nochmal spannend (60.), doch die Adler ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Für den guten Zweck

Doch beim letzten Heimspiel vor Weihnachten geht es nicht nur um den Sport, sondern auch den guten Zweck. Durch den Verkauf von pulsierend leuchtenden Herzen wurde die Arena bereits vor dem Spiel in rotes Licht getaucht. Der Erlös in Höhe von 40.336 Euro kommt „Adler helfen Menschen e.V.“ zugute. Die Adler Mannheim bedanken sich bei allen Fans und ehrenamtlichen Helfern für die großzügige Unterstützung. (Originalquelle: Adler Mannheim)