FCK: Auf Kante genäht – gerade noch so

Der 1. FC Kaiserslautern kämpft mit finanziellen Problemen. Michael Klatt, seit wenigen Wochen Vorstand für Finanzen und Operatives, stellte heute die Sachlage der Öffentlichkeit vor. Wie die Lizenzerteilung ohne Auflagen und Bedingungen zeigte, verfügt der FCK aktuell über eine „ordentliche Liquidität“. Der Haken: Zum Stichtag 31. März 2016 und auch in der Planung zum Saisonende am 30. Juni 2016 steht keine davon abgegrenzte Liquidität aus den Restgeldern der Betze-Anleihe zur Verfügung. „Abzüglich der bereits getätigten Ausgaben für den Kauf des Fröhnerhofs und die bisherigen Investitionen in den Sportpark sollten eigentlich noch knapp zwei Millionen Euro separat zur Verfügung stehen. Bedingt durch die Besonderheiten des Fußballgeschäfts und den im Profifußball einnahmearmen Monate März bis Mai befindet sich der FCK aktuell in einem Liquiditätstal. Dies ist jedoch normal und keinesfalls besorgniserregend, auch aktuell sind wir ordentlich finanziert“, erläutert Michael Klatt den aktuellen Stand der Liquidität.
Im Bereich des Jahresergebnisses plant der 1. FC Kaiserslautern mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von von 1,5 bis 1,8 Millionen Euro. Aufgrund der sportlichen Entwicklung konnten die Planzahlen in den Bereichen Ticketing, Sponsoring und Merchandising nicht erreicht werden. Dagegen wurden im Bereich der Transfereinnahmen ungeplante Einnahmen realisiert. Für die kommende Saison geht der 1. FC Kaiserslautern daher einen sorgsamen Weg im Bereich der Kaderplanung. Nach aktuellem Stand plant der Verein mit einem um rund 20% reduzierten Lizenzspieleretat.
Wir werden hart daran arbeiten, uns zusätzliche Handlungsmöglichkeiten zu schaffen. Hier ist jeder gefordert, egal ob wir als neue Führung, die Mitarbeiter, die Mitglieder, die Fans über Dauerkarten oder auch die Sponsoren, zusammenzustehen und am Aufbruch mitzuarbeiten. Dann werden wir auch diese Herausforderung erfolgreich meistern“, so Klatt.