FCK-KSC: Polizei „fassungslos über Gewaltbereitschaft“ der Fans

Kaiserslautern. Nach dem Spiel der Zweitligisten 1.FC Kaiserslautern und Karlsruher SC ist es am Samstag zu massiven Ausschreitungen von gewaltbereiten Fußballfans gekommen. Es gab mehrere Verletzte und Festnahmen, wie die Polizei am Abend berichtete.

Knapp 40 000 Besucher waren zu dem Südwest-Derby ins Stadion gekommen, darunter etwa 5000 Fans aus Karlsruhe. Nach dem Schlusspfiff durchbrachen laut Polizei etwa 100 teils vermummte Karlsruhe-Anhänger mehrere Absperrungen und gerieten mit gegnerischen Fans aneinander. Bei der Prügelei wurden sechs Ordner und je sechs Fans beider Seiten verletzt.

Bereits vor dem Spiel hatten Fans auf dem Weg zum Stadion Feuerwerkskörper und Böller gezündet. Fünf Beamte erlitten dadurch ein Knalltrauma, ein weiterer Polizist wurde leicht verletzt. Auch auf dem Rückweg von Karlsruher Fans zum Bahnhof, den die Beamten begleiteten, kam es zu Ausschreitungen. Nach Angriffen auf Polizisten seien drei Personen festgenommen worden. Am Hauptbahnhof gab es ebenfalls Randale. Die Polizei berichtete von Flaschenwürfen. Zudem seien Einsatzwagen beschädigt worden.

Insgesamt gehe es um eine Vielzahl verschiedener Straftaten, sagte ein Polizeisprecher. Die Bundespolizei zählte weit mehr als 20 Delikte, darunter auch Raub. „Die Polizei ist fassungslos über die Gewaltbereitschaft beider Fanlager“, sagte der Einsatzleiter der Polizei laut Mitteilung. Die Trainer beider Vereine zeigten sic
schockiert. Der 1. FC Kaiserslautern hatte das Spiel 2:0 gewonnen. Die Vereine hatten vor dem brisanten Fan-Aufeinandertreffen das Motto „Rivalität ohne“ Gewalt ausgerufen. (dpa)