FCK: Zukunftsmodell mit EU-Recht vereinbar

Der 1. FC Kaiserslautern kann aufatmen: Wie der Fußball-Zweitligist mitteilt, hat die Europäische Kommission bestätigt, dass das geplante Zukunftsmodell der Roten Teufel mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar ist und keiner weiteren Genehmigung bedarf. Dies betreffe sowohl das neue Pachtmodell für das Fritz-Walter-Stadion als auch den Ankauf des Trainingszentrums am Fröhnerhof. Beide Vorhaben könnten nun wie geplant durchgeführt werden.
Die Europäische Kommission habe nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen inklusive der Historie festgestellt, dass der neue Pacht- und Betreibervertrag für das Fritz-Walter-Stadion auf keine EU-rechtlichen Bedenken stößt. Er könne daher wie geplant zum 01. Juli 2014 in Kraft gesetzt werden. Weiterer Genehmigungen bedürfe es nicht.
Finanzvorstand Fritz Grünewalt sieht darin die Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Erstens sind auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung des FCK die Weichen jetzt richtig gestellt und zweitens zeigt das Ergebnis auch, wie sorgfältig der 1.FC Kaiserslautern und die Stadiongesellschaft ihre Vereinbarungen getroffen haben. Die flexible Stadionpacht ist absolut marktkonform ausgestaltet, und entspricht dem, was auch andere Vereine vergleichbarer Größe bezahlen. Hier haben wir kaufmännisches Fair Play auf beiden Seiten.“ Für den FCK-Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz ist „die positive Entscheidung aus Brüssel nicht nur für den FCK ein wichtiger Beweis, absolut seriös zu handeln, sondern auch eine klare Absage an all diejenigen, die den FCK immer wieder versuchen zu verunglimpfen, indem sie faktenlose Behauptungen in Umlauf bringen“.
Insbesondere sei dargelegt worden, dass die Pacht auch in der 2. Bundesliga ausreichend ist, um die Kosten der Infrastruktur zuzüglich einer angemessenen Verzinsung im Rahmen der Nutzung durch den FCK abzudecken. Die EU bestätige, dass der Verein als Hauptnutzer des Fritz-Walter-Stadions zwar eine marktkonforme Pacht zu zahlen habe, dass dies jedoch nicht bedeute, dass der Verein umfassend für alle Kosten, die mit dem Stadion in Zusammenhang stehen, verantwortlich sei. Ferner sei bestätigt worden, dass der geplante Ankauf des Trainingszentrums am Fröhnerhof nicht zu beanstanden sei. Die Marktkonformität sei durch die Vorlage eines unabhängigen Verkehrswertgutachtens eines vereidigten Sachverständigen nachgewiesen worden, wonach der Kaufpreis mindestens dem festgestellten Verkehrswert entspricht. Dem geplanten Ankauf des Trainingszentrums mit den Mitteln der Fananleihe und der Beginn der Baumaßnahmen zum Ausbau stehe daher nichts mehr entgegen.
Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des FCK sieht darin einen wichtigen Schritt für den Verein: „Auf dem Weg zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit und dem dafür nötigen Ausbau unseres Nachwuchsleistungszentrums ist das ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte unseres Vereins.“ (wg)