Flüchtlinge: Rund 15 000 Asylanträge müssen in Rheinland-Pfalz erledigt werden

In Rheinland-Pfalz sind rund 15 000 Anträge von Asylbewerbern noch nicht bearbeitet. Das teilte ein Sprecher des Integrationsministeriums in Mainz mit. Für diesen Berg an Asylanträgen sind 22 sogenannte Entscheider des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig – das wären rein rechnerisch 682 Anträge pro Entscheider. „Wir brauchen daher nach wie vor eine Beschleunigung der Asylverfahren“, forderte der Sprecher. Außerdem müsse das Personal des Bundesamts aufgestockt werden. Landesbeamte unterstützen die Behörde inzwischen zwar, sie gehören aber nicht zum Kreis derer, die letztlich über die Anträge entscheiden. Bundesweit sind rund 300 000 Asylanträge nicht bearbeitet, wie das Bundesinnenministerium vor drei Wochen mitgeteilt hatte. Der Bund erwartet nach offizieller Prognose bis zum Jahresende insgesamt 800 000 Asylbewerber, in Rheinland-Pfalz lag die Zahl bisher bei knapp 39 000. Die rot-grüne Landesregierung geht allerdings davon aus, dass es wahrscheinlich mehr Flüchtlinge werden als offiziell prognostiziert. (lrs)