Frankenthal: Führungsstreit bei KSB

Beim Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB legt der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Seeberg wegen unterschiedlicher Auffassungen zur weiteren Ausrichtung des Unternehmens sein Amt nieder. Er scheide zum 28. Februar aus dem Kontrollgremium aus, teilte das Unternehmen mit. Seeberg gehörte dem Aufsichtsrat seit Mai 2012 an, seit September 2015 stand er an der Spitze. Aus demselben Grund werde zudem Aufsichtsratsmitglied Martin Auer sein Amt Ende Februar
niederlegen. Weitere Details nannte KSB nicht. KSB hatte wegen einer schwachen Nachfrage aus der Energiewirtschaft, der Chemieindustrie und dem Schiffbau 2016 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Nach vorläufigen Zahlen lagen die Erlöse bei 2,17 Milliarden Euro und damit 6,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern angekündigt, bis 2018 zehn Prozent der Personal- und Sachkosten einsparen zu wollen und das mit einer schlechten Auftragslage begründet. Ende vergangenen Jahres beschäftigte KSB knapp 15 600 Mitarbeiter. (dpa)