Fußball: FCK bleibt trotz Heimpleite optimistisch

Der Rückschlag im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga kam für den 1. FC Kaiserslautern zur Unzeit. Ausgerechnet zum Start in die Englische Woche mit den Duellen gegen die direkte Konkurrenz aus Darmstadt und Aue kassierten die Pfälzer mit dem 0:1 (0:0) gegen den SV Sandhausen die erste Pleite unter Neu-Trainer Michael Frontzeck. „Abhaken und weitermachen“, gab Defensivspieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker daher als Marschrichtung vor. An die starken Leistungen der letzten Spiele konnten die Lauterer am Freitagabend zu keinem Zeitpunkt anknüpfen. Gegen die taktisch extrem cleveren Gäste fehlten die Mittel in der Offensive, immer wieder scheiterte der FCK an der mit Abstand besten Defensive der Liga. Die zuletzt groß aufspielenden Stürmer Osayamen Osawe und Lukas Spalvis wurden vom Sandhäuser Abwehrriegel fast komplett aus dem Spiel genommen. Im Mittelfeld wurde zudem Kapitän Christoph Moritz schmerzlich vermisst, der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt war. „Es war ein Abnutzungskampf, ein klassisches Null-zu-Null-Spiel“, analysierte FCK-Sportdirektor Boris Notzon. „Sandhausen hatte offensiv wenig anzubieten, wir konnten uns nicht durchsetzen.“ Weil Philipp Förster in der 78. Minute aber eine Unordnung in der Lauterer Defensive zum Siegtreffer ausnutzte, verlor der FCK nach zuvor zwei
Siegen erstmals unter Frontzeck. Dem Optimismus im Hinblick auf den Klassenverbleib, der nach den jüngsten Siegen auf dem Betzenberg wieder einkehrte, tut die Niederlage zwar keinen Abbruch. Einen kleinen Dämpfer hat die Euphoriewelle aber schon bekommen. Der Abstand auf den Relegationsplatz ist immer noch beträchtlich. Und Zeit, die Niederlage intensiv aufzuarbeiten, bleibt nicht. Schon am Mittwoch bestreiten die Roten Teufel das Nachholspiel beim ebenfalls stark abstiegsbedrohten SV Darmstadt 98. Am kommenden
Samstag folgt das Gastspiel beim ebenso im Tabellenkeller feststeckenden FC Erzgebirge Aue. „Es sind zwei interessante Spiele
und große Chancen für uns. Wenn wir es schaffen, den Drive aus den jüngsten Erfolgen mitzunehmen, kann das was werden“, sagte Notzon. Der Bedeutung des kommenden Spiels scheinen sich alle Beteiligten bewusst zu sein. „Wir lassen uns jetzt nicht runterziehen und werden am Mittwoch alles reinhauen, das verspreche ich“, kündigte Keeper Marius Müller an. (dpa/mho)