Fussball: FCK kassiert unnötige Niederlage

So wird das nichts mit der Mission Aufstieg: Fußball-Zweitligist 1.FC Kaiserslautern kassierte gestern abend nach 1:0-Führung eine 1:3-Niederlage beim 1.FC Heidenheim. Damit rutschen die Lauterer ins Mittelfeld der Tabelle. Die Fans des Clubs, die schon nach dem 1:0-Sieg der Roten Teufel gegen Paderborn gepfiffen hatten, dürften damit noch unruhiger werden. Ein fataler Fehler von Torwart Marius Müller leitete die unnötige Auswärtsniederlage von Aufstiegskandidat 1. FC Kaiserslautern ein. Beim 1:3 (1:0) spielte der Schlussmann völlig unbedrängt Smail Morabit den Ball in die Füße und begünstigte damit den Ausgleich in der 58. Minute. Marc Schnatterer (62.) und Robert Leipertz (86.) stellten gestern abend vor rund 14 500 Zuschauern den Endstand her, nachdem Kacper Przybylko (19.) die Pfälzer in Führung gebracht hatte. Müller stand das Entsetzen über seinen Aussetzer auch nach dem Abpfiff noch ins Gesicht geschrieben. „Wir sind gut im Spiel, und dann passiert mir so ein Ding. Das ist nicht zu erklären. Ich mache die Mannschaft damit unruhig, danach schlägt sofort das zweite Tor ein und am Ende legen wir uns noch das dritte rein. Das ist bitter“, sagte der 22-Jährige. Auch FCK-Trainer Kosta Runjaic war bedient. „Das war eine völlig unnötige Niederlage, die wir selbst verbockt haben“, haderte er. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und drei hochkarätige Chancen, die wir nicht nutzen. Dann haben wir Heidenheim durch individuelle Fehler wieder ins Spiel gebracht. Das ist ärgerlich und enttäuschend.“ Durch die erste Saisonniederlage verpassten die Roten Teufel (8 Punkte) den vorübergehenden Sprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz, den zumindest bis zum Sonntag der Rivale aus Heidenheim (10) einnimmt. Eine kleine Aktie an der Niederlage hatte auch Schiedsrichter Benjamin Brand, der einen Treffer von Jean Zimmer (47.) nicht anerkannte. Morabit hatte den Schuss des Rechtsverteidigers erst hinter der Linie geklärt – es wäre das 2:0 für Lautern gewesen. Anders als in der Bundesliga kommt die Torlinientechnologie, die Aufschluss gebracht hätte, im Unterhaus nicht zum Einsatz. Runjaic wollte diese Szene aber nicht zur spielentscheidenden ausrufen. „Das ist die ausgleichende Gerechtigkeit, weil wir riesiges Glück hatten in der ersten Halbzeit beim Foul von Tim Heubach“, sagte Der FCK-Innenverteidiger hätte nach einer Notbremse eigentlich die Rote Karte sehen müssen, doch der Schiedsrichter ließ die Partie weiter laufen. (dpa/mho)