Fussball: Frust in Lautern – Fans blockieren Spieler-Parkplatz

Beim 1. FC Kaiserslautern regiert weiterhin der Frust. Die Mannschaft verpasste am Freitagabend beim 0:0 gegen den VfL Bochum einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Und rund 70 Fans blockierten nach dem Spiel für etwa 25 Minuten die Ausfahrt des Spielerparkplatzes und stellten die Vorstände Thomas Gries und Michael Klatt sowie Sportdirektor Boris
Notzon zur Rede. Es blieb zwar friedlich, die Aktion der Fans aber zeigt: Die Situation beim Tabellenletzten ist sehr angespannt.
„Punktemäßig können wir nicht zufrieden sein, die nötigen Chancen zum Sieg haben wir gehabt. Wir müssen uns aber ankreiden, diese nicht genutzt zu haben“, sagte FCK-Trainer Jeff Strasser. Die mangelnde Torgefahr der „Roten Teufel“ ist aber ein altbekanntes Problem. Erst acht Treffer in den ersten 13 Saisonspielen machen deutlich, wie groß die Abschlussschwäche des FCK ist. Gerade in der ersten Halbzeit ließ die Strasser-Elf einige klare Chancen liegen. „Wir müssen in der Offensive einfach mehr Durchschlagskraft entwickeln“, sagte Sportdirektor Notzon und kündigte Verstärkungen in diesem Bereich an: „Das ist auch ein Thema für die Winterpause.“ Trotz des enttäuschenden Ergebnisses sahen die „Roten Teufel“ aber auch positive Aspekte. Es gab eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum 1:3 in Regensburg. „Das war aber auch nicht schwer“, sagte Verteidiger Benjamin Kessel mit einem Schmunzeln. Zudem erfreuten sich die Lauterer an ihrer Defensive, die zum zweiten Mal unter Strasser kein Gegentor zuließ. Auch die Mentalität der meisten FCK-Profis wurde von den Verantwortlichen gelobt. Doch erneut gab vor allem die Leistung von Gervane Kastaneer Rätsel auf. Der Auftritt des niederländischen U21-Nationalspielers kam einem
Totalausfall gleich – und das nicht zum ersten Mal. „Irgendwann muss ein Spieler seine Chance nutzen, sonst bekommt er keine mehr“, sagte Strasser ohne dabei den Namen des Stürmers zu erwähnen. (mho/dpa)