Fussball: Wagner bei 1899 vor dem Absprung – Top-Stürmer will zu Bayern München

Sandro Wagner ist bei Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim offensichtlich vor dem Absprung. Der Top-Stürmer wollte sich zu seinem Wechselwunsch zu Bayern München gestern nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt zwar nicht äußern. Aus den Statements von Trainer Julian Nagelsmann und Manager Alexander Rosen geht allerdings hervor, dass beide Vereine wohl nur noch über die Höhe der Ablösesumme verhandeln. Sie dürfte um einiges höher sein als die knapp drei Millionen Euro, die 1899 beim Kauf Wagners seinerzeit an Darmstadt 98 überwies.

Die Bundesliga-Partie gestern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena sah keinen Sieger – und keinen Verlierer. Beide Teams bleiben nach dem 1:1 (0:1) im Rennen um die internationalen Startplätze. TSG-Stürmer Mark Uth bewahrte die Hausherren mit dem späten Ausgleich in der Nachspielzeit (90. Minute +1) vor einer neuerlichen Heimpleite und zerstörte die Sieg-Hoffnungen der Hessen, die Kevin-Prince Boateng (13.) mit seiner frühen Führung geschürt hatte.

Hoffenheim übernahm zunächst die Spielkontrolle und kam durch Sandro Wagner nach neun Minuten auch zur ersten Chance. Der wechselwillige Nationalstürmer, der beim deutschen Meister Bayern München als Backup für Robert Lewandowski gehandelt wird, scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky. Doch nur vier Minuten später gerieten die Hausherren nach einem schlimmen Fehlpass von Lukas Rupp, der erstmals seit dem 7. Spieltag wieder in der TSG-Startelf stand, ins Hintertreffen. Boateng erfasste die Situation blitzschnell und überwand Hoffenheims Torwart Oliver Baumann mit einem Heber aus etwa 20 Metern.

In der Nachspielzeit gelang Uth der Ausgleich, als Gnabry einmal auf dem Flügel durchkam und den Ball mustergültig auflegte. (mho/dpa)