Germersheim: Bürgerinitiative sammelt 3333 Unterschriften gegen US-Gefahrstofflager

Eine Bürgerinitiative hat nach eigenen Angaben 3333 Unterschriften gegen die geplante Erweiterung des US-Gefahrstofflagers in der Südpfalz vorgelegt. Vertreter der Initiative „Gegen Gefahrstofflager“ übergaben die Listen am Montag dem Germersheimer Landrat Fritz Brechtel (CDU), wie beide Seiten mitteilten. Die Gegner führen vor allem Sicherheitsmängel an. Am Montag endete zudem die Frist, bis zu der Einwände beim Kreis vorgelegt werden können. Bis zum Mittag waren nach Angaben einer Kreissprecherin etwa 40 Stellungnahmen eingegangen. Brechtel sagte, der Kreis als zuständige Behörde werde alle Punkte sehr genau prüfen. Ein Erörterungstermin im September, bei dem darüber gesprochen werden sollte, werde vermutlich nicht zu halten sein. „Die Verlängerung des Verfahrens ist nach heutiger Sachlage absehbar“, saget der Landrat. Für das Lager waren bisher 70 Tonnen Gefahrstoffe genehmigt, nun liegt ein Antrag für die drastische Erweiterung vor. Auch 50 Tonnen „sehr giftiger Stoffe“ könnten dazukommen. Die Unterzeichner bezweifeln, dass das US-Militär die Sicherheit der Bürger
gewährleisten kann. Das hätten Unglücke der jüngsten Zeit gezeigt. Eine US-Logistikeinheit hatte erklärt, die US-Streitkräfte hätten
einen Plan zur Verhinderung von Lecks oder für Reaktionen im Notfall.(dpa/lrs)