Germersheim: Niedrigwasser verhindert Suche nach Lok

Germersheim/Darmstadt (dpa/lrs) – Der niedrige Wasserstand des Rheins verzögert die Echolot-Suche nach einer vor über 160 Jahren bei Germersheim versunkenen Dampflok. Experten hatten eigentlich Mitte Juni mit einem Spezialecholot nach dem sechseinhalb Meter langen und etwa 15 Tonnen schweren Gefährt suchen wollen, das im Sturm von einem Schiff in den Fluss gefallen war. „Uns hat allerdings der Wasserstand des Rheins einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Volker
Jenderny vom Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein auf Anfrage. Nach seiner Darstellung liegt die Lok unter einer Buhne, einem Querbauwerk aus aufgeschütteten Steinen im Rhein. Um sie orten zu können, müsse man mit dem Boot über die Buhne fahren können. Das sei wegen des niedrigen Flusspegels derzeit aber nicht möglich. Der Echoloteinsatz sei deshalb vorerst auf den Herbst verschoben.

Dass das 1852 in Karlsruhe gebaute Stahlross im Schlick des Flussbetts liegt, steht nach Jendernys Angaben fest. Bislang fehlt
aber das Geld, um es bergen zu können. Um potenzielle Sponsoren zu locken, wollen die Eisenbahnfans ein genaues Bild der Lage zeichnen. „Deshalb der Versuch, mit einem Sediment-Echolot sowas wie die Umrisse des Fahrzeugs darstellen zu können.“ Im Erfolgsfall könnte das Team die älteste existierende Dampflok Deutschlands präsentieren.