Gisdol: Harte Bauchlandung war nötig

Hoffenheims Cheftrainer Markus Gisdol hat erneut die Ausmusterung hochbezahlter Profis und die Einrichtung der umstrittenen und mittlerweile aufgelösten Trainingsgruppe 2 im Sommer verteidigt. „Es gab hier vor nicht allzu langer Zeit Situationen, wo vor allem erfahrene Spieler gespielt haben. Ich möchte das nicht an Namen festmachen, ich habe aber in dieser Phase keine großen Erfolge erkennen können“, sagte der 44-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Trainingsgruppe 2 zu installieren sei ihm „nicht leicht“ gefallen, und „man macht es auch nicht aus dem Bauch heraus“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten. „Im anderen Fall wäre der Verein vielleicht jahrelang nicht vom Fleck gekommen.“ Der Bundesliga-Elfte hat die Gruppe vor knapp drei Monaten aufgelöst.

Neben Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese (31) trainierten die beiden Verteidiger Matthieu Delpierre (32) und Matthias Jaissle (25) sowie Tobias Weis (28) und Edson Braafheid (30) separat. Wiese erhält inzwischen Einzeltraining, die anderen üben bei der U23 der Kraichgauer (Regionalliga). Eren Derdiyok (25), der gerichtlich gegen die Ausmusterung vorging, wechselte Ende August zu Bayer Leverkusen.

„Ich glaube, der Verein hat die Entwicklungen und Entscheidungen der letzten Jahre gebraucht, es musste diese harte Bauchlandung geben“, sagte Gisdol, der in dieser Saison auf Talente wie U21-Nationalspieler Kevin Volland (21), Niklas Süle (18) oder den Brasilianer Roberto Firmino (22) setzt: „Jetzt ist die Zeit reif für die Jungen in Hoffenheim“, sagte Gisdol. (wg)