[VIDEO, Update] Großbrand in Ludwigshafen

Mitteilung der Stadt Ludwigshafen von 22:00 Uhr:

Der Großbrand in der Hafenstraße auf der Parkinsel ist seit 20.25 Uhr unter Kontrolle. Die Rauchentwicklung dauert jedoch noch an. Die Löschmaßnahmen der Feuerwehr mit Wasser waren erfolgreich, so dass der geplante Löschangriff mit Schaum nicht notwendig war. Während der Löscharbeiten waren über 140 Einsatzkräfte direkt vor Ort. Die Evakuierung dauert noch an. Das Info-Telefon der Feuerwehr ist unter 5708-6000 geschaltet.

Unser Video von 21:30 Uhr – siehe weiter unten.

In diesem Beitrag fassen wir die Ereignisse des Tages zusammen.

Großbrand in Ludwigshafen: Gegen 13 Uhr schrillten am Samstag Mittag die Alarmglocken. Styropor-Granulat in einer Lagerhalle auf der Parkinsel hatte Feuer gefangen: 4.400 Tonnen, die im Auftrag der BASF hier gelagert wurden. Nach kurzer Zeit schossen bis zu 40 Meter hohe Flammen aus dem 9500 Quadratmeter großen Gebäude, das vollkommen zerstört wurde.

Weder die Brandursache, noch die Höhe des Schadens sind bisher bekannt. Als sicher gilt jedoch, dass keine Menschen verletzt wurden. Das bestätigten Feuerwehr und Stadtverwaltung auf einer Pressekonferenz, die am Abend noch eilends einberufen worden war. Wie es dort hieß, seien bei dem Brand keine giftigen Stoffe entstanden, die sich mit der Rauchwolke ausgebreitet hätten – das hätten Luftmessungen ergeben. Die Feuerwehr wollte den Flammen am Abend mit Schaum zu Leibe rücken.

Die BASF-Werkfeuerwehr kam mit Spezialgerät: der Turbolöscher versuchte mit einer Wasserwand die Flammen einzudämmen. Schnell war absehbar, dass die Lagerhalle selbst nicht mehr zu retten sein würde. Die Bemühungen richteten sich nun darauf, die Nachbargebäude – vor allem einen Großmarkt – möglichst unbeschadet zu erhalten.

Die Rauchsäule verdunkelte den Himmel nahezu in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar,vor allem Richtung Weinheim, wohin die Wolke zog. Es gab Warnungen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In den Städten traten Koordinierungsstäbe zusammen.

Als der Rauch in Ludwigshafen begann sich in Bodennähe auszubreiten, brachten die Helfer von Polizei und Feuerwehr die Bewohner der Parkinsel in Sicherheit, 2.300 alles in allem, auch als vorbereitende Maßnahme für den Schaumangriff.

 

Update von der Pressekonferenz um 19:00 Uhr:

Luftmessungen hätten keine erhöhten Schadstoffwerte in der Luft ergeben, hieß es. Das Styropor-Granulat, das Feuer fing, bilde keine giftigen Verbrennungsprodukte. Ein Kilogramm des Stoffes verursache 1000 Kubikmeter Rauch, wenn er verbrennt. Gelagert waren in der Halle rund 4.400 Tonnen. Die Feuerwehr will nun versuchen, das Feuer mit Schaum zu ersticken. Weil dadurch der Rauch niedergeschlagen wird, wurden die Bewohner der Parkinsel in Sicherheit gebracht. Etwa 2.300 Menschen wurden aufgefordert, das Wohngebiet zu verlassen (Information der Feuerwehr von 20:30 Uhr).

RNF sendete um 19:20 Uhr im TV-Programm ein „Aktuell Extra“ zum Brand in Ludwigshafen, das um 19:55 Uhr wiederholt wird. Weitere Aktualisierungen haben wir im Programm um 21:30 Uhr und 23:05 Uhr geplant. Wir machen die Beiträge umgehend auch auf rnf.de verfügbar. Wir bitten um etwas Geduld. Danke. ^rk

Ursprungsmeldung von 15:00 Uhr:

Auf der Ludwigshafener Parkinsel brennt die Lagerhalle einer Spedition. Schwarze Rauchwolken ziehen über den Rhein nach Mannheim. Benachbarte Wohnhäuser wurden evakuiert. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Klima-Anlagen auszuschalten. Die Feuerwehren von Ludwigshafen und Mannheim sind vor Ort. Der Großeinsatz wird vermutlich noch mehrere Stunden dauern. Zur Brandursache sowie Schadenhöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. RNF informiert über den aktuellen Stand. feh

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