Großbrand Ludwigshafen: 400 Menschen wollen Schadenersatz

(dpa) Nach dem Brand mit Millionenschaden in einer Lagerhalle in Ludwigshafen haben sich bis Mitte der Woche etwa 400 Menschen wegen Schadensersatzes an die Eigentümerin gewandt. Eine Gesamtsumme könne noch nicht genannt werden, sagte der Geschäftsführer der Hafenbetriebe Ludwigshafen, Franz Reindl. „Außer verschmutzten Fassaden und einer verzogenen Tür ist aber nichts Größeres dabei.“ So würden Menschen auch Reinigungskosten für verschmutzte Autos, Gartenstühle und Kleidung verlangen.

Die Polizei schätzte den Schaden direkt am Brandort im Hafengebiet auf mindestens 20 Millionen Euro. Vermutlich war ein technischer Defekt an der Solaranlage Ursache des Feuers. Die Ermittlungen liefen aber noch, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. So müssten etwa noch Daten der Brandmeldeanlage ausgelesen werden. Ein Gutachter soll helfen, die Frage nach der Ursache endgültig zu klären.

Beim Brand der rund 9500 Quadratmeter großen Halle, in der hauptsächlich Styropor-Granulat lagerte, waren am Samstag große, schwarze Qualmwolken aufgestiegen. Sie zogen in Richtung Mannheim, Baden und Südhessen und versetzten dort viele Menschen in Angst. Die Schadstoffbelastung war nach Angaben der Behörden gering. Vorsorglich wurden auch Äcker im Rhein-Pfalz-Kreis getestet, die Ergebnisse lagen der Ludwigshafener Stadtverwaltung zunächst noch nicht vor.

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