Handball-Derby: Eulen schlagen Rote Teufel klar

Ludwigshafen. Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat das Zweitliga-Derby gegen die SG Leutershausen klar gewonnen: Mit 29:19 (13:7) schlugen die Eulen die Roten Teufel von der Bergstrasse, die zu keinem Zeitpunkt die Gastgeber in Verlegenheit bringen konnten.

Was für eine Aufwartung: Mit gut 130 Fans war die SG Leutershausen in der Friedrich-Ebert-Halle angereist:  Die Rhein-Neckar Verkehrgesellschaft hatte zwei Stadtbahnzüge in Doppeltraktion zur Verfügung gestellt, um den Fanblock der „Roten Teufel“ vom OEG-Bahnhof Leutershausen bis an den Ebertpark zu bringen.

Dort indes folgte bald die Ernüchterung.  „Der Qualitätsunterschied war ganz offensichtlich, Friesenheim war einfach besser“, erkannte SGL-Coach Marc Nagel später das klare Ergebnis ohne Umschweife an, „einerseits eine ganz starke Torhüterleistung dort, andererseits schwache Abschlüsse bei uns.  Solange das so deutlich ist, brauchen wie uns über Details gar nicht zu unterhalten.“
Gegen die favorisierten Friesenheimer gerieten die SGL vor 1530 Zuschauern und den Kameras des Rhein-Neckar-Fernsehens, das die Partie live übertrug, vom Start weg 3:0 in Rückstand. Zwar verkürzten Dippe und Volk zunächst für die Bergsträßer, doch enteilten die Hausherren bis zur 15. Minute auf 8:2. Eine Auszeit von Marc Nagel und die Neu-Einstellung des Teams verhinderte in der Folge einen noch höheren Rückstand, allerdings fanden die „Roten Teufel“ auch kein Mittel, ihn zu verkürzen. Das Tor von Heimtorhüter Kevin Klier schien wie vernagelt – Niklas Ruß scheiterte ebenso wie Jan Forstbauer oder Marcel Engels. Dabei war den Badenern in Sachen Einstellung kein Vorwurf zu machen. Sie stemmten sich mit Macht gegen die gut aufgelegten Pfälzer, die insbesondere durch die variantenreiche Würfe von Andrej Kogut und Stefan Lex zu Treffern kamen – das 13:7 zur Pause war gerechtfertigt.
 Zum Wiederanwurf kamen die „Roten Teufel“ mit mehr Mumm auf die Platte. Schnelle Tore von Ruß und Schulz bewiesen den stärkeren Zug zum Tor, den Friesenheim jedoch konterte. Leutershausen hätte in dieser Phase zu weiteren Treffern kommen können, ließ jedoch einerseits einige Großchancen ungenutzt vergehen und ermöglichte andererseits durch einfache Fehler im Angriff Friesenheimer Gegenstöße, die die Eulen auch nutzten. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit verkürzte Leutershausen auf 20:15. SGL-Keeper Alexander Hübe legte jetzt noch einmal eine Schippe drauf, parierte einen Siebenmeter und den Abschluss des allein auf ihn zustürmenden Felix Kossler. Sein Gegenüber tat es ihm jedoch gleich, so dass die Gäste Friesenheim nicht mehr ernsthaft gefährden konnten. Bis vier Minuten vor dem Ende ließ Leutershausen die Ludwigshafener nicht weiter als sechs Tore davon ziehen, dann brach die Motivation jedoch weg. Mit vier Treffern in den letzten drei Minuten machte die TSG den Kantersieg zum 29:19 perfekt.  (rkü)