Handball: SG Leutershausen bleibt in eigener Halle ungeschlagen – Unentschieden gegen Dessau-Roßlauer HV

Die SG Leutershausen trennt sich in ihrem Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 mit 26:26 (11:14) — Junioren-Nationalspieler Stefan Salger erzielte zwei Sekunden vor Schluss den umjubelten Ausgleich. RNF berichtet am Montag in der Sendung „Sport-Report“ (18:30 Uhr, 20:30 Uhr, 22:30 Uhr, 23:30 Uhr).

Die Gäste aus Dessau starteten konzentriert in die Begegnung, spielten sich schnell gute Chancen und eine 2:1-Führung heraus (3.). Im SGL-Angriff konnte sich Coach Marc Nagel auf seine Rückraum-Shooter verlassen, die ersten Tore für die „Roten Teufel“ erzielten Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn und Stefan Salger. Doch es wollte im Angriff noch nicht so richtig laufen, nach zehn Minuten lief man noch einem 3:4-Rückstand hinterher. Rund 50 DRHV-Fans — die ihre Mannschaft lautstark unterstützten — mussten sich dann aber den ersten Führungswechsel ansehen. Salger netzte zum 5:5 (10.) ein, wenig später traf Niklas Ruß per Siebenmeter zur ersten SGL- Führung (14.). Doch das Spiel blieb knapp, die Führung übernahmen wieder die Gäste — 6:7 nach 15 Minuten, Nagel rief zur ersten Auszeit.

Die Abwehr stand nun sicherer, SGL-Schlussmann Alexander Hübe kam mehr und mehr in die Partie, dennoch fanden die Gäste ein ums andere Mal die Lücke in der SGL-Abwehr: 7:8 nach 19 Minuten. Nun war auch die gut besuchte Heinrich-Beck-Halle da, Hübe parierte vom Siebenmeterstrich, Rechtsaußen Sascha Pfattheicher verwandelte per Kempa-Trick zum 8:8 (20.).


Auch wenn die SGL die Minuten vor der Halbzeit in Unterzahl überstehen musste, der Spielstand blieb knapp. Im Angriff nahm Nagel seinen Schlussmann Hübe auf die Bank, setzte in Unterzahl auf die Variante mit dem sechsten Feldspieler. Aber Dessau spielte konzentriert, nutzte seine Möglichkeiten, kämpfte sich einen Vier-Tore-Vorsprung heraus, 10:14 nach 29 Minuten — mit der Schlusssirene verkürzte Christopher Räpple noch zum 11:14-Halbzeitstand.

„Gegen Hamm lief es in der ersten Halbzeit ja auch noch nicht“, bilanzierte Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, in der Pause, „wir haben noch zu wenig Zugriff im Angriff.“ Und es wurde besser: Torwart Youngster Moritz Mangold setzte mit drei Paraden gleich zu Anfang ein Zeichen, im Gegenzug netzte erst Spohn zum 13:14-Anschlusstreffer (32.), kurz darauf Ruß vom Siebenmeter- strich zum 14:14-Ausgleich, unmittelbar danach die 15:14-Führung abermals durch Spohn. Nun stand die Halle Kopf, der SGL-Shooter sorgte zwischenzeitlich sogar für die Zwei-Tore-Führung (17:15 nach 39 Minuten). Doch so richtig absetzen konnte sich auch die SGL nicht, die Führung wechselte ständig, jede Aktion war umkämpft. in der 44. Minute waren wieder die Gäste in Front — es bahnte sich wie so häufig eine spannende Schlussphase an. Doch den schnellen DRHV-Mittelmann Vincent Sohmann bekamen die „Roten Teufel“ nicht in den Griff, einzig Alexander Hübe hielt die SGL im Spiel, Salger zum 22:23-Anschlusstreffer (53.), Räpple zum 23:23-Ausgleich (55.) — eine Minute vor Schluss stand noch die 25:26-Gästeführung.


Doch dann kam der Lucky-Punch: Zwei Sekunden vor Schluss schmetterte Salger den Ball zum Ausgleich in die Maschen — die SGL bleibt weiterhin zu Hause ungeschlagen. „Ich denke wir können uns gegenseitig zum Punktgewinn gratulieren“, so Gästetrainer Uwe Jungandreas nach der Partie, „letztendlich war es aus meiner Sicht ein gerechtes Unentschieden.“ Und auch Nagel war glücklich: „Wenn man den Ausgleich kurz vor Schluss erzielt, muss man natürlich von einem gewonnen Punkt reden“, so der SGL-Coach, „wir haben am Anfang großen Respekt gehabt. Trotzdem ist es Wahnsinn, dass wir gegen diese Abwehr 26 Tore geworfen haben — in der zweiten Halbzeit haben wir uns zum Glück gesteigert und stark gekämpft.“

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (ab 27.) — Wetzel, Salger (5), Räpple (3), Kupijai, Pfattheicher (1), Ruß (8/4), Spohn (3), Pestinger, Kubitschek (1), Conrad, Karpstein, Möller (4).

DRHV: Döhler, Ambrosius — Pavlicek (7/3), Donath, Wasielewski (5), Vanco (2), Sohmann (7), Sliwka (4), Pfeiffer, Schmidt, Schade, Hanner (1).

Strafminuten: Möller (2), Conrad (2), Salger (2), Kubitschek (2), Spohn (2), Kupijai (2) — Vanco (2), Sohmann (2), Sliwka (2), Schmidt (2), Schade (2).
Zuschauer: 700

(Text: Tillmann Bauer, SGL)