Handball: SG Leutershausen gewinnt gegen Aufsteiger DJK Rimpar 27:24

(rkü) Die SG Leutershausen endlich wieder in Feierlaune: Mit einem 27:24-Heimsieg gegen Aufsteiger DJK Rimpar tankten die Bergsträßer nach Wochen des Selbstzweifels Selbstvertrauen und sicherten sich wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Damit ist das Feld für ein attraktives Regionalderby am kommenden Wochenende bei der TSG Friesenheim bereitet. Dieses Spiel überträgt das Rhein-Neckar Fernsehen live – Spielbeginn: Samstag, 19. Oktober, 19:00 Uhr.

Für einen Befreiungsschlag standen die Vorzeichen für die SG Leutershausen zunächst erdenklich schlecht: Im Abschlusstraining hatte sich Rechtsaußen Pascal Durak eine Gehirnerschütterung zugezogen, und seit dem frühen Morgen kämpfte Rückraumspieler Philipp Schulz mit einem Magen-Darm-Infekt. Dennoch hatten sich die „Roten Teufel“ einiges vorgenommen. Sie wollten „keinen Schönheitspreis gewinnen“, wie Uli Roth es schon früher in der Woche formuliert hatte, sondern über den Kampf ins Spiel finden. Darauf hatte sich Rimpar gut eingestellt, es ließ den Hausherren nur wenige Freiräume, und so blieben Tore in der ersten Halbzeit Mangelware. Ein Kuriosum: Die ersten fünf Siebenmeter des Spiels – drei auf Seiten der Teufel, zwei für die Wölfe – blieben unverwertet. Beim Stand von 9:10 ging es in die Kabinen.

Hälfte zwei bot ungleich attraktiveren Sport als die ersten 30 Minuten. Leutershausen hatte in der Pause Energie getankt und markierte in den ersten vier Minuten nach dem Wiederanwurf vier Treffer. Die Wölfe, zunächst überrascht, stellten sich auf die nun schnelleren Gastgeber ein, schafften auch noch einmal den Ausgleich (36., 13:13), aber die SGL hielt das Tempo weiter so hoch, dass Rimpar abermals ins Hintertreffen geriet. Die gut 700 Zuschauer in der Heinrich-Beck-Halle tauten jetzt auf und peitschten ihr Team weiter nach vorne. Das Spiel steuerte auf ein Herzschlagfinale zu, in dessen aufgeheizter Stimmung die SGL die besseren Nerven bewies. Mit Toren durch Engels und Prestel in der 58. und 59. Minute schaffte sich Leutershausen Luft zum 25:22 – das sollte reichen. Zur Schlusssirene stand es 27:24 – genug, um der Beck-Halle eine Feiernacht zu bescheren.

SG Leutershausen: Hübe, Ullrich, Frietsch 2, Forstbauer 4, Ruß 3, Prestel 3, Volk 3, Geppert 4, Dippe 1, Engels 7/3, Schulz.