Harthausen: Brandstiftung weiterhin wahrscheinlichste Ursache für Explosion

Die Menschen in Harthausen kämpfen mit den Folgen der Gasexplosion vor gut einem Monat. Ermittler sind weiter auf Spurensuche, Brandstiftung gilt nach wie vor als wahrscheinlichste Ursache. Noch immer liegen Feuerwehrleute verletzt im Krankenhaus.

Harthausen (dpa/lrs) – Auch gut vier Wochen nach der verheerenden Explosion im pfälzischen Harthausen hält die Staatsanwaltschaft Brandstiftung für die wahrscheinlichste Ursache. Die Suche nach Beweisen gestaltet sich jedoch schwierig. «Die Explosion war so vernichtend, dass Spuren zerstört sind», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankenthal am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Er verglich die Ermittlungen mit einem Puzzle.

Für Brandstiftung spricht nach Einschätzung der Ermittler der Ablauf des Unglücks: Am 28. September gingen auf dem Gelände einer Firma zunächst zwei in größerem Abstand voneinander geparkte Lastwagen in Flammen auf. «Ein technischer Defekt zur gleichen Zeit ist eher theoretisches Denken», so der Sprecher. Der Lkw-Brand ließ einen Gastank explodieren, weitere Tanks wurden mehrere Hundert Meter weit durch die Luft geschleudert.

Im Kampf gegen die Flammen waren 17 Feuerwehrleute verletzt worden. Zwei von ihnen liegen nach Auskunft des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde, Peter Eberhard (CDU), noch immer im Krankenhaus. Sie sollen in der kommenden Woche entlassen werden. Für einige ihrer Kollegen beginnt voraussichtlich im November die Rehabilitation.

Die Folgen der Explosion werden die Menschen in dem 3000-Einwohner-Ort Harthausen länger spüren. «Es sind Ängste da, dass noch einmal was passiert», sagte Eberhard. Manche Bürger fürchteten, auf den Schäden an ihren Häusern sitzenzubleiben, andere sähen in dem betroffenen Betrieb eine Gefahr. Nach wie vor haben die Ermittler einen Verdächtigen aus dem Umfeld der geschädigten Firma im Visier. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag gibt es aber keine neuen Erkenntnisse.