Harthausen: Noch immer Explosionsgefahr

Nach der Gasexplosion auf einem Firmengelände in Harthausen bei Speyer ist die Gefahr noch nicht endgültig gebannt. Spezialisten der BASF-Werksfeuerwehr bemühen sich zur Stunde, einen letzten Flüssiggastank zu sichern. Ein Feuerwehrsprecher erklärte am späten Vormittag: „Ein gewisses Restrisiko bleibt.“ Zwar zeigte er sich zuversichtlich, was den weiteren Verlauf des Einsatzes betrifft, aber der Ort bleibt aus Sicherheitsgründen vorerst weiter geräumt. „Noch ist nicht absehbar, wann die Menschen zurückkehren können“, sagte eine Polizeisprecherin. In Harthausen war gestern ein Lastwagen in Brand geraten und mehrere Gastanks und Gasflaschen explodiert. 16 Feuerwehrleute wurden verletzt. Weil weitere Explosionen drohten, mussten die etwa 3000 Bewohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Wie es zu dem Brand auf dem Firmengelände kommen konnte, war zunächst unklar. Brandstiftung schlossen die Ermittler nicht aus, angeblich erhielt der Besitzer des Firmengeländes Drohungen in sozialen Netzwerken. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal wurde in die Aufklärung eingebunden. Nachdem gestern bereits der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz vor Ort ein Bild von der Lage machte, will heute auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach Harthausen kommen und mit Einsatzkräften und Betroffenen sprechen. (mho/dpa)