Heidelberg: Angst vor der Vogelgrippe – Zoos wollen ihre Tiere schützen

Mit mehreren Vorsichtsmaßnahmen will der Heidelberger Zoo seine Vögel vor der Geflügelpest schützen. «Wir können keines unserer Tiere der Gefahr einer Infektion aussetzen und haben uns in enger Abstimmung mit den zuständigen Veterinärbehörden daher entschieden, all unsere Vögel im Zoo zu schützen», teilte der Zoo auf seiner Homepage mit. So seien zum Beispiel «Freiläufer» wie Pfaue und Perlhühner in Ställe gebracht worden. Wo das nicht möglich sei, würden die Volieren mit Planen abgedeckt.

In den vergangenen Jahren seien besonders gefährdete Vögel aufgenommen worden, heißt es bei dem Unternehmen weiter. Der Zoo trage daher eine große Verantwortung für den Natur- und Artenschutz. «So leben beispielsweise stark gefährdete Inselarten im Zoo Heidelberg, die in der Natur bereits ausgestorben sind, wie zum Beispiel die Socorrotauben.»

Ähnlich sieht es beim Zoo in Karlsruhe aus: «Wir wollen durch frühzeitige Schritte verhindern, dass es überhaupt zu Ansteckungen im Zoo kommen kann», teilte Zoodirektor Matthias Reinschmidt am Freitag mit. «Derzeit ist kein Fall aus der näheren Umgebung bekannt, es ist aber auch klar, dass sich das ändern kann.» Vögel, die sonst frei in der Anlage lebten, würden daher eingefangen und in Stallungen untergebracht. Andere Vögel, wie etwa viele Papageien, seien schon in ihren beheizten Winterquartieren. «Bei den Sonnensittichen und den Amazonen im Affenhaus wird ein engeres Netz angebracht, damit keine Spatzen mehr in die Anlage kommen.» (lsw)