Heidelberg: Deutsche Rohstoff AG will weiter in Ölfelder investieren

Der Ölpreis ist im vergangenen Jahr regelrecht abgestürzt, das Geschäft wird schwieriger. Dennoch setzt die Deutsche Rohstoff AG weiterhin auf Ölförderung vor allem in den USA. Heidelberg  – Die Deutsche Rohstoff AG will trotz der Turbulenzen auf dem Ölmarkt weiter in Ölfelder investieren. Man halte Öl weiterhin für einen Zukunftsmarkt und werde daher auch künftig den Schwerpunkt auf Öl- und Gasförderung setzen, sagte Vorstand Thomas Gutschlag am Dienstag in Heidelberg. Öl sei weltweit mit Abstand der wichtigste Energieträger, und der Verbrauch werde in den nächsten Jahren noch wachsen. Weitere Akquisitionen von Ölfeldern vor allem in den USA seien daher nicht ausgeschlossen. Im Frühjahr hatte die Deutsche Rohstoff AG zwei neue Verträge über Lizenzflächen für die Öl- und Gasförderung im US-Staat Colorado geschlossen. Dort plane man in den nächsten Jahren bis zu 150 Bohrungen, sagte Gutschlag. Das Unternehmen hatte Mitte 2014 kurz vor dem Absturz des Ölpreises seine damaligen Lizenzflächen in Colorado verkauft und einen Gewinn von rund 130 Millionen US-Dollar erzielt. Durch den Verkauf der Lizenzflächen habe man das Geschäftsjahr 2014 mit dem besten Jahresergebnis in der knapp zehnjährigen Firmengeschichte abgeschlossen, sagte Gutschlag. Der Überschuss lag bei 54 Millionen Euro, der Umsatz betrug 22,9 Millionen Euro. Einen Schwerpunkt will die Deutsche Rohstoff AG künftig auch auf der Gewinnung von sogenannten Seltenen Erden aus Gipsen setzen. Das sind Elektronikrohstoffe, die etwa in LCD-Bildschirmen, Handys, Batterien, Energiesparlampen oder Elektromotoren stecken. Bis Ende des Jahres sollten weitere Verträge mit Eigentümern von Gipshalden geschlossen und eine erste Pilotproduktion ausgebaut werden, hieß es. (dpa/lsw)