Heidelberg: falscher Enkel und falscher Polizist – 87-jähriger betrogen

Trickbetrüger werden immer dreister und lassen ihr Opfer nicht so schnell vom Haken! So auch am  vergangenen Freitagmorgen, als sich eine angebliche Nichte am Telefon bei einem 87-jährigen Mann in der Weststadt meldete. Sie gab dabei vor, dass sie sich gerade in Mannheim aufhalten würde um ein Haus zu kaufen.

Dafür brauche sie aber umgehend 30.000 Euro in bar. Der Senior war sofort misstrauisch, nachdem er auch an der Stimme erkannte, dass dies nicht seine Verwandte war. Das Telefongespräch wurde daraufhin von der unbekannten Anruferin beendet. Etwa eine Stunde später klingelte das Telefon erneut, am anderen Ende eine „Oberkommissarin“, die vorgab, gerade in diesem Betrugsfall zu ermitteln. Um den Täter bei der Geldübergabe festnehmen zu können, forderte sie den Mann auf,
die geforderte Summe bei der Bank abzuheben und dem Täter zu übergeben. In der Ansicht, der Polizei helfen zu können, hob der 87-Jährige das Geld bei der Bank ab und übergab es wie verabredet um
15 Uhr vor seinem Haus in der Franz-Knauff-Straße an den „Täter“. Dasböse Ende folgte gegen 16.30 Uhr, als der Betrogene bei der Kriminalpolizei in Heidelberg anrief und die Rückgabe seines Bargelds
verlangte, so wie es ihm die „Oberkommissarin“ versprochen hatte. Erst da wurde dem Opfer klar, dass er gerissenen Betrügern auf den Leim gegangen war.

Personenbeschreibung des Geldabholers:
ca. 18-22 Jahre, 160-165 cm, massiv muskulös, dunkle Hautfarbe, irakisch/syrisches Aussehen, schwarze kurze volle Haare, er trug einen grauen Pullover oder Jacke (langarm).
Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich unter Telefon 0621/174-5555 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.(ots)