Heidelberg: Gemeinderat berät am Abend über Bettensteuer

Im Streit um die Einführung einer Bettensteuer diskutiert der Gemeinderat von Heidelberg am Abend über Alternativen zu einer solchen Zwangsabgabe. Die Stadtverwaltung und die Tourismusbranche möchten die Steuer verhindern. Sie fürchten mehr Bürokratie sowie negative Auswirkungen auf den Fremdenverkehr und wollen dem Gemeinderat ein
alternatives Konzept für Mehreinnahmen vorlegen. Es sieht unter anderem eine Spende der Hoteliers in Höhe von 300.000 Euro an das Unternehmen Heidelberg Marketing vor. Zudem soll das Kombiticket der Stadt Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg für die Bergbahn und den Eintritt ins Schloss teurer werden. Der Gemeinderat hatte 2016 beschlossen, ein alternatives Konzept für zusätzliche Einnahmen erarbeiten zu lassen, mit denen die Bettensteuer verhindert werden könnte. Ist der Vorschlag aber nicht tragfähig, soll die Abgabe zum 1. Januar 2018 kommen – und rund 1,2 Millionen Euro jährlich einbringen. Touristen müssten dann fünf Prozent des Übernachtungspreises als Abgabe an die Stadt Heidelberg leisten. Geschäftsreisende dürften aus rechtlichen Gründen nicht für eine Besteuerung herangezogen werden. In Baden-Württemberg wird nur in Freiburg eine Bettensteuer erhoben. Auch dort ist sie umstritten. (dpa/lsw/asc)