Heidelberg: Landgericht weist Gelita-Klage ab

Das Landgericht Heidelberg wies heute die Schadenersatzklage der Gelita AG über 29 Millionen Euro gegen zwei Vorstandsmitglieder und vier Aufsichtsräte sowie gegen den Mehrheitsaktionär in Höhe von 39 Millionen Euro ab. Die 12. Kammer für Handelssachen sieht bei den Beklagten keine Pflichtverletzung, sondern unternehmerische Interessen als ausschlaggebend an, heißt es in der Urteilsverkündung. Hintergrund ist der Verkauf von rund 49 Prozent der Aktien des Eberbacher Unternehmens für 43 Millionen Euro an eine Gesellschaft im Jahr 2012. Nach Ansicht der Kläger seien die Aktien jedoch mindestens 80 Millionen Euro wert gewesen. Die Gelita AG klagte bereits im Jahr 2015 einen Teil des nach ihrer Auffassung entstandenen Schadens in Höhe von 10 Millionen Euro gegen zwei Vorstände und vier Aufsichtsräte ein. Diese Klage wies das Landgericht Heidelberg im August 2016 ab. Die Gelita AG kann Berufung gegen das Urteil einlegen. (mj)