Heidelberg/ Ludwigshafen: Busse im Rhein-Neckar-Raum bleiben in den Depots

In der Rhein-Neckar-Region sind am Dienstagmorgen Tausende Pendler und Schüler nicht mit dem Bus ans Ziel gekommen. Viele Busse der Rhein-Neckar-Bus GmbH seien am Morgen in den Depots geblieben, sagte Arnold Fischer, Streikleiter der Gewerkschaft EVG. Rund 90 Prozent der Busfahrer hätten sich an einem Warnstreik beteiligt, der wie geplant um 4.00 Uhr begann. Betroffen von der Aktion waren laut EVG-Angaben auch etwa 300 Schüler und Pendler in Speyer, wo sich ein kleiner Standort Rhein-Neckar-Bus befindet. „In Baden-Württemberg waren die Auswirkungen aber sehr viel
größer“, sagte Fischer. Die Rhein-Neckar-Bus GmbH schrieb am Morgen auf ihrer Internetseite, dass es „im gesamten Verkehrsgebiet zu Verspätungen und Fahrtausfällen kommen“ könne. Auch das Werkstattpersonal in Ludwigshafen und Worms hatte am Morgen seine Arbeit niedergelegt, wie Arnold Fischer sagte. Bestreikt wurden außerdem die Standorte Heidelberg und Mosbach mit Einsatzstellen und Werkstätten in Heddesheim, Wiesloch, Schwetzingen, Wilhelmsfeld, und Buchen. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für rund 330 Beschäftigte. Die angebotenen Lohnerhöhungen von 2 Prozent ab
November 2015 sowie weiteren 2 Prozent ab Juli 2016 und der Einmalzahlung von 180 Euro für die Monate Juli bis Oktober seien „absolut inakzeptabel“, so die EVG. (dpa/lrs)