Heidelberg / Mannheim: Enkeltrickbetrüger unterwegs

In Heidelberg meldete sich laut Polizei eine Frau telefonisch bei einem 68-jährigen Mann im Stadtteil Kirchheim, gab sich als Verwandte aus verlangte mehrere tausend Euro für einen Notartermin Der Rentner wurde allerdings stutzig und ging nicht auf die Forderung ein. Ähnliche Vorfälle gab es auch in Mannheim. Im Stadtteil Schönau fragte eine Anruferin bei einer 82-jährigen  gezielt nach Sparbuch, Gold und Schmuck.Nachdem die Rentnerin stutzig geworden war und sich bei ihrer tatsächlichen Bekannten gemeldet hatte, flog der Schwindel auf und sie verständigte die Polizei. Nur wenig später kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Mannheim Rhein. Auch im Stadtteil Blumenau forderte eine angebliche Verwandte mehrere Zehntausend Euro Bargeld und wollte später zum Kaffeetrinken vorbeikommen. Erst als das geplante Treffen nicht stattfand, schöpfte die Frau Verdacht und rief die Polizei. 20.000 Euro Bargeld hatte sie aber bereits von der Bank geholt und zu Hause bereitgelegt. Die Polizei geht davon aus, dass es in den nächsten Tagen weiter zu ähnlichen Fällen kommen könnte und mahnt zur Vorsicht. (mpf)

Auch in angrenzenden Regionen ist das Thema mehr als aktuell: Gleich siebenmal in Karlsruhe, dreimal in Pforzheim und einmal in Malsch wurden die Seniorinnen und Senioren von angeblichen Enkeln oder Nichten angerufen und meist um Bargeld für einen bevorstehenden Wohnungskauf angegangen, so die Polizei Karlsruhe. In keinem der Fälle ließen sich die Angerufenen zu einer Geldübergabe überreden und verständigten stattdessen nahe Angehörige und die Polizei. Auch ein Angestellter einer Bankfiliale reagierte aufmerksam, nachdem ein älteres Ehepaar einen größeren Betrag abheben wollte. Mit einem aufklärenden Gespräch und der Einschaltung der Polizei konnte so ein finanzieller Schaden abgewendet werden.