Heidelberg: Nusslocher Bürgermeisterkandidat wegen des Verdachts der Volksverhetzung vor Gericht

Der Bürgermeisterkandidat für Nussloch, Hartmut F., muss sich erneut wegen Volksverhetzung vor dem Heidelberger Landgericht verantworten. Dem Mann aus Sandhausen wird vorgeworfen, sich abfällig über Flüchtlinge geäußert zu haben. Genau soll der 50-Jährige gesagt haben, „Kirschen-klauende Flüchtlingskinder solle man an die Wand stellen und vierteilen“. Dann ergänzte der selbständige Arbeiter, dass das sarkatisch gemeint sei. Es würde genügen, wenn sie im Meer ertrinken. Für diese Äußerungen war er vom Amtsgericht im Juni bereits zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Termin heute wird vor dem Landgericht verhandelt, da sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung einlegten. Sollte der Mann zu mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt werden, könnte ihm die Kandidatur für die Nusslocher Bürgermeisterwahl am 3. Dezember aberkannt werden. Ein Urteil wird für heute erwartet. (asc)