Heidelberg: „Pro Asyl“ kritisiert Pilotprojekt

Die Hilfsorganisation Pro Asyl kritisiert das Pilotprojekt zur Verkürzung von Asylverfahren in Heidelberg. „Man schert sich nicht um Qualität“, sagte Vize-Geschäftsführer Bernd Mesovic in einem Zeitungsinterview. Über einfache Fälle – etwa bei Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive – soll in dem Verfahren künftig innerhalb von 24 bis 48 Stunden entschieden werden, bislang dauert es oft Monate. Mesovic kritisierte, dass es dabei keine Chance zur Beratung gebe. Es sei aber wichtig, den Betroffenen zu erläutern, worum es im Asylverfahren gehe. „Die Fehlerquellen bei so verkürzten Verfahren sind immens“, warnte er. Am gestrigen Freitag informierten sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Chef des Bundesamtes für Flüchtlinge (Bamf) Frank-Jürgen Weise in der Patrick-Henry-Village über den Verlauf des im November gestarteten Pilotprojektes. Den Beitrag über den Besuchg der Politiker in Heidelberg finden Sie in unserer Mediathek. (mho)