Heidelberg: Prozess um Wurfmesser-Attacke beginnt vor der Jugendkammer

AKTUALISIERT:
Im Prozess um eine Messerattacke auf einer Geburtstagsparty in Heidelberg hat der 19-Jährige Angeklagte Teile der Tat gestanden. Er räumte ein, mit einem Wurfmesser auf einen damals 17-Jährigen eingestochen zu haben, er spricht von einer „Panikreaktion“, das Messer sollte lediglich zur Abschreckung in einem vorausgegangenen Streit dienen, der Angeklagte habe sich vom Opfer bedroht gefühlt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem damals 18-Jährigen versuchten Totschlag vor, er habe den Tod seines Mitschüler billigend in Kauf genommen. Ein Urteil wird Ende des Monats erwartet. /nih

URSPRUNGSMELDUNG:
Wegen versuchten Totschlags muss sich ein junger Mann ab heute vor der Heidelberger Jugendkammer verantworten. Der zur Tatzeit 18-Jährige soll im Januar einen 17-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. Laut Anklage ereignete sich das Verbrechen bei einer Geburtstagsfeier auf dem Gelände eines Turnvereins in Heidelberg. Dort habe der Angeklagte einem Partygast mit einem Wurfmesser in den Rücken gestochen und dessen Tod dabei billigend in Kauf genommen. Vorausgegangen war offenbar ein Streit mit dem Geschädigten und einer weiteren Person. Nach der Tat steckte der Angeklagte das Messer ein und flüchtete. Erst Ende März konnte er verhaftet werden. Das Urteil wird voraussichtlich kommende Woche verkündet. (asc)