Heidelberg: Stadt am Neckar im royalen Fieber

Heidelberg muss beim Deutschland-Besuch von Prinz William und Herzogin Kate wohl am Donnerstag auf die Kinder George (3) und Charlotte (2) verzichten. „Bisher sieht es so aus, als dass sie nicht mitkommen“, sagte Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner am Montag. Das Programm der Royals in der Romantikstadt sei eng und intensiv.
Trotzdem sei der Besuch für die Kommune das „Ereignis des Jahres“. „Wir erwarten mehrere zehntausend Menschen“, sagte der Rathauschef.

William und Kate werden am Donnerstag (20. Juli) nur wenige Stunden in Heidelberg verbringen und noch am gleichen Tag nach Berlin zurückreisen, wo das Paar an diesem Mittwoch erwartet wird. Dritte Station des Deutschland-Besuchs ist am Freitag Hamburg. Am (heutigen) Montag traf das Paar in der polnischen Hauptstadt Warschau ein. Würzner zufolge hatten sich mehrere deutsche Orte um einen Platz auf der Besuchsliste des Paars bemüht. „Auch andere Städte waren in der Diskussion“, sagte der Oberbürgermeister. Namen nannte er nicht. Der Aufenthalt der Royals sei ein „Riesengeschenk“ und habe für die Universitätsstadt eine Werbewirkung im Millionenbereich. An Kosten rechnet die Stadt mit 60 000 bis 80 000 Euro.

Der Besuch führt in Heidelberg zu spürbaren Straßensperrungen. Demnach werden die beiden Uferstraßen zwischen der Alten Brücke und der Theodor-Heuss-Brücke am Nachmittag nicht befahrbar sein. Grund ist die Ruderregatta mit den Royals auf dem Neckar. Die beiden Brücken werden zeitweilig voll gesperrt sein – auch für Fußgänger. Der Stadtverwaltung zufolge werden Tausende Zuschauer das Rennen an beiden Ufern verfolgen können. Die beste Position sei die Neuenheimer Seite, hieß es. Wer das Rennen sehen will, sollte sich wegen der Sperrung der Brücken am besten vor 12.00 Uhr für eine Neckar-Seite entscheiden. Auch ein Teil der Altstadt werde wegen des Spaziergangs von Prinz William und Herzogin Kate durch das Zentrum nicht frei zugänglich sein.

Dritter Programmpunkt des Paars in Heidelberg ist ein Aufenthalt im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). (dpa/sab)