Heidelberg: Waffenhandel im Darknet – Urteil am Landgericht erwartet

Im Prozess um illegal gehandelte Kriegs- und Schusswaffen über das sogenannte Darknet wird für Donnerstag das Urteil vom Landgericht Heidelberg erwartet. Angeklagt ist ein 32 Jahre alter Sportschütze. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen Januar 2014 und Oktober 2015 mit Schusswaffen und entsprechendem Zubehör illegal im Internet gehandelt zu haben. Abnehmer für die Schusswaffen waren demnach Käufer aus dem In- und Ausland. Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft eine
Freiheitsstrafe von sieben Jahren gefordert. Die Verteidigung plädierte dafür, dass der zum Teil geständige Mann nicht länger als fünf Jahre hinter Gitter muss.
Das Darknet spielt auch bei den Ermittlungen zum Amokläufer von München eine Rolle – er besorgte sich seine Pistole in dem anonymen Bereich des Internets. Im Darknet (englisch für „Dunkles Netz“) können sich Internetnutzer anonym bewegen. Der nur über Anonymisierungsdienste erreichbare Bereich des Internets wird etwa von Kriminellen genutzt, aber auch von Menschen, die viel Wert auf Privatsphäre legen.(dpa)