Heidelberg: Warnstreik bei SRH Berufliche Rehabilitation

Die Gewerkschaft Verdi hat für heute bei der SRH Berufliche Rehabilitation in Heidelberg zu einem vierstündigen Warnstreik aufgerufen. Für die Kundgebung zur Mittagszeit wurden bis zu 90 Teilnehmer erwartet. Vor der vierten Verhandlungsrunde am Freitag fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten eine Tariferhöhung von 300 Euro. Das ist dem gemeinnützigen Unternehmen zu hoch: „Die Tarif-Forderung der Gewerkschaft würde die Einrichtung in die roten Zahlen treiben“, heißt es in einer Mitteilung der SRH. Sie bietet ein Gehalts-Plus von bis zu drei Prozent in den unteren Lohngruppen an. Im Durchschnitt sei eine Erhöhung von zwei Prozent zu erwarten, weil die oberen Lohngruppen nicht so stark angehoben würden, so die Rechnung der SRH. Das gemeinnützige Unternehmen sei von der Belegung durch die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung abhängig. Die Zahl der bewilligten Reha-Maßnahmen nehme aber seit Jahren ab.

Gewerkschaftsangaben zufolge würde das Angebot der SRH eine Erhöhung zwischen 30 und 50 Euro auf dem Gehaltszettel bedeuten. „30 Euro mehr, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, nach zehn Jahren der Stagnation. Weitere Gehaltseinbußen können die Beschäftigten nun wirklich nicht mehr hinnehmen. Sie erwarten nun zu Recht, dass endlich ein positives Signal an sie gesendet wird, und das Signal kann nur eine wirklich starke Gehaltserhöhung sein“, argumentiert die in Heidelberg zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin Annelie Schwaderer auf der Webseite der Gewerkschaft.

Die SRH Berufliche Rehabilitation bietet an den Standorten Karlsbad und Heidelberg-Wieblingen Unternehmensangaben zufolge Umschulungen und Weiterbildung für Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung eine neue berufliche Perspektive benötigen. Falls erforderlich werde für Pflege, Therapie und Beratung gesorgt. Das Unternehmen beschäftigt rund 340 Mitarbeiter. (rk)