HeidelbergCement: Preiserhöhungen und Sparkurs helfen

Dank höherer Absatzpreise und eines greifenden Sparkurses hat der Baustoffkonzern HeidelbergCement im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Zudem liefen die Geschäfte in den USA, West- und Nordeuropa sowie Afrika besser, wie das Dax-Unternehmen in Heidelberg berichtete. Der Betriebsgewinn stieg 2015 um 15,7 Prozent
auf 1,846 Milliarden Euro, der Umsatz kletterte um 6,7 Prozent auf 13,465 Milliarden Euro. Ohne positive Währungseffekte wären die Erlöse allerdings leicht um 0,2 Prozent zurückgegangen, hieß es. HeidelbergCement profitierte wie viele exportorientierte Firmen vom schwachen Euro, der ausgeführte Produkte außerhalb der Eurozone günstiger macht. Der Konzern will am 17. März seine vollständige Jahresbilanz vorlegen, dann werden auch detailliertere Angaben etwa zum Nettoergebnis erwartet. Für das laufende Jahr rechnen die Heidelberger mit einem weiteren Wachstum in den USA und in Großbritannien. Aufgrund des niedrigen Ölpreises sollte sich die Erholung in Europa fortsetzen, erklärte das Unternehmen. Zudem gehe man von einer steigenden Nachfrage in
Indonesien aus, wo große Infrastruktur-Projekte laufen. Bei der geplanten Übernahme des italienischen Konkurrenten Italcementi sieht HeidelbergCement noch mehr Einsparmöglichkeiten. Durch eine bessere Auslastung der Werke und die Zusammenlegung mit Verkaufsstellen im Mittelmeerraum sollen die Kosten sinken. Behörden in Indien, Kanada, Marokko und Australien hätten die Übernahme schon genehmigt, hieß es. Die Deutschen wollen mit dem 3,7 Milliarden Euro schweren Geschäft zur Nummer fünf der Zementbranche werden. dpa/feh